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Vorhersage der EZB : Höhere Inflation

Die EZB will noch lange weiter expansiv bleiben. Bild: dpa

Die Europäischen Zentralbank stimmt die Menschen auf eine vorübergehend höhere Inflation ein. Was ist davon zu halten?

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          Die EZB sieht höhere Inflationsraten auf die Eurozone zukommen - und behält trotzdem ihre Negativzinsen und ihre billionenschweren Anleihekäufe bei. Ist das richtig?

          So vernünftig es war, Europas Wirtschaft in der Krise mit einer sehr lockeren Geldpolitik zu unterstützen, so wenig ist das Risiko von der Hand zu weisen, dass die Notenbank zu lange zu locker bleiben könnte. Wenn die Inflationsrate jetzt etwas steigt, weil Deutschlands Mehrwertsteuer wieder erhöht wurde und die Energiepreise durch Schritte des Klimaschutzes zulegen, ist das noch kein Grund zum Handeln für die Geldpolitik. Auch wenn es Verbraucher natürlich nie freut, wenn Dinge des täglichen Lebens teurer werden.

          Aber noch sorgen die ökonomischen Folgen der Krise wie eine schwache Nachfrage und geringe Lohnerhöhungen dafür, dass die Inflation nicht strukturell steigt. Das muss aber nicht so bleiben. Mit dem Abklingen der Krise könnte sich das ändern, auch wenn alle Prognosen künftiger Inflationsraten immer sehr schwierig sind. Wenn es so weit ist, muss die EZB wachsam sein und darf sich nicht dazu verleiten lassen, zum Schutz verschuldeter Staaten oder Privater zu lange zu locker zu bleiben.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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