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Geldpolitik in der Pandemie : EZB erhöht Krisenprogramm PEPP um 600 Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Im Pandemie-Bekämpfungsmodus: die EZB in Frankfurt Bild: dpa

Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit noch mehr Geld gegen die Wirtschaftskrise. Die Zinsen bleiben auf ihren historischen Tiefständen.

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          Die Europäische Zentralbank (EZB) unterstützt die Wirtschaft der Währungsunion künftig noch umfangreicher. Die Währungshüter haben am Donnerstag beschlossen, das infolge der Coronavirus-Pandemie aufgelegte Kaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) um 600 Milliarden Euro auf nun insgesamt 1,35 Billionen Euro aufzustocken.

          Zugleich beschlossen die Notenbanker um EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dieses Programm mindestens bis zum Juni des kommenden Jahres laufen zu lassen. „In jedem Fall wird der EZB-Rat im Rahmen des PEPP so lange netto Wertpapiere ankaufen, bis er urteilt, dass die Phase der Coronavirus-Krise vorüber ist“, heißt es in der Mitteilung der EZB.

          Überdies bekräftigten die Währungshüter, ihr schon länger existierendes Kaufprogramm APP weiter fortzusetzen. Sie erwirbt unabhängig vom PEPP-Programm gegenwärtig monatlich unter dem Strich Wertpapiere für 20 Milliarden Euro. Der wesentliche Anteil fließt in Staatsanleihen von Mitgliedsländern der Währungsunion.

          Die wichtigsten Zinssätze beließen die Notenbanker unterdessen unverändert auf rekordniedrigen Niveaus: Der Leitzins beträgt damit weiter null Prozent. Der Zins, den Banken für Einlagen auf ihren Notenbank-Konzen zahlen müssen, beträgt weiterhin 0,5 Prozent.

          Schließlich teilten die Währungshüter mit, alle ihre Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um das Preisniveau-Stabilitätsziel zu erreichen. Die EZB strebt wie andere Notenbanken auch eine mittelfristige Teuerungsrate von nahe 2 Prozent an.

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