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Drohende Schieflage : Evergrande kündigt pünktliche Zinszahlung in Millionenhöhe an

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Der Evergrande City Plaza in Peking. Das hochverschuldete Immobilienunternehmen hat angekündigt, Zinszahlungen in Millionenhöhe zu bedienen. Bild: EPA

Der hochverschuldete Immobilienkonzern verspricht, einen Teil seiner Schulden pünktlich zu bedienen. Die asiatischen Märkte beruhigt das dennoch nicht.

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          Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat eine pünktliche Zinszahlung in Millionenhöhe versprochen und setzt damit auf eine Beruhigung der Finanzmärkte. In einer Mitteilung an die Börse in Shenzhen erklärte das Unternehmen am Mittwoch, einen Plan zur Zahlung von Zinsen für eine bis 2025 laufende inländische Anleihe vereinbart zu haben. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg haben die Zahlungen einen Umfang von 232 Millionen Yuan (30,5 Millionen Euro).

          Die für Donnerstag versprochene Zinszahlung könnte die unmittelbar drohende Pleite von Evergrande zunächst verhindern. Allerdings äußerte sich das Unternehmen nicht zu weiteren Verbindlichkeiten, die am selben Tag fällig werden. Insgesamt ächzt das Unternehmen unter einem Schuldenberg von umgerechnet 260 Milliarden Euro und hat Finanzmärkte damit in Aufruhr versetzt. Bei einer Pleite des Großkonzerns drohen fatale wirtschaftliche Folgen. Noch ist fraglich, wie die chinesische Regierung auf die Schieflage reagieren wird.

          Trotz des vorgelegten Plans waren die asiatischen Märkte weiterhin nicht von der Zukunft des Unternehmens überzeugt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 29.608 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 2052 Punkten. Die Börse in Schanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 109,36 Yen und stagnierte bei 6,4655 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9240 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1725 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0834 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3670 Dollar.

          Unsicherheit herrschte bei den Anlegern auch in Erwartung darauf, dass die US-Notenbank Fed einen Schritt näher an die Drosselung der Anleihenkäufe, auch „Tapering“ genannt, herankommen könnte. Die meisten Analysten gehen allerdings davon aus, dass die Fed nicht ins Detail gehen wird: „Auch wenn eine Ankündigung des Tapering nicht zu erwarten ist, könnten die Zinsprognosen des Offenmarktausschusses der Notenbank für eine positive Überraschung sorgen und Fed-Chef Jerome Powell dazu zwingen, in der Pressekonferenz einen Rückzieher zu machen“, so Tapas Strickland, Direktor für Wirtschaft und Märkte bei der National Australia Bank.

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