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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert knapp gehalten

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Der deutsche Aktienmarkt verzeichnet am Mittwoch moderate Eröffnungsverluste. Bröckelnde Kurse an den amerikanischen Börsen sorgen für eine leichtere Eröffnung, heißt es am Morgen. Im Fokus stehen aber hierzulande wieder einige Bilanzvorlagen.

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          Europas Börsen haben im frühen Handel am Mittwoch zunächst zwischen leichten Gewinnen und minimalen Verlusten geschwankt. Einzelaktien zeigten allerdings teils erhebliche Kursbewegungen. In das Blickfeld der Anleger in Europa rückten die leicht unter den Erwartungen ausgefallenen Unternehmensergebnisse, so von der vornehmlich in Asien tätigen britischen Großbank Standard Chartered und vom schweizerischen Baustoffkonzern Holcim. Aktien der Adidas AG verzeichneten nach den am Vorabend unterbreiteten Bilanzzahlen im Dax starke Verluste von zuletzt rund sechs Prozent.

          Der Auswahlindex EuroStoxx 50 war zuletzt bei 2.775 Punkten 0,1 Prozent schwächer und der Deutsche Aktienindex Dax stieg 0,3 Prozent auf 5.739 Punkte. Am Vortag waren europäische Aktien auf Basis des Stoxx 600 auf dem höchsten Stand seit vier Wochen aus dem Handel gegangen.

          Zu den stärksten Gewinnern in Frankfurt zählten die Autoaktien, so legten Volkswagen 0,4 Prozent zu. Gerade die Edelmarke Audi aus dem Markenportfolio hatte am Vorabend mit einem hohen amerikanische Absatzplus von 24 Prozent geglänzt. Eine auffällige Kursbewegung gab es auch beim Mischkonzern Bouygues aus Paris, der nach Vorlage eines niedrigeren Gewinnrückgangs im Gesamtjahr als stärkster Wert im CAC 40 um 1,6 Prozent zulegte.

          In Zürich waren Holcim-Aktien um 2,2 Prozent leichter, während die Aktie des Zeitarbeitsanbieters Adecco einen Kurssprung von 3,7 Prozent verzeichnete. Adecco hatte nach den Quartalszahlen von einem stabilen Trend zu steigenden Gewinnen gesprochen. An der Börse in London zählten die Titel von Standard Chartered zu den Gewinnern. Sie stiegen 0,6 Prozent. Andere britische Großbanken, darunter FTSE-Spitzenreiter Lloyds Banking und Barclays, waren hingegen mit klaren Kursgewinnen auf vorderen Positionen zu finden

          Anleihehändler warten auf Konjunkturdaten

          Der europäische Anleihehandel hat am Mittwoch ausgeprägt ruhig begonnen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag, wie bereits am Vorabend, bei 3,11 Prozent. amerikanische Treasuries mit zehn Jahren Laufzeit rentierten einen Basispunkt höher bei 3,62 Prozent. Im Fokus stehen zum einen die Maßnahmen Griechenlands zur Haushaltssanierung, zum anderen amerikanische Konjunkturdaten am Nachmittag und am Freitag. Griechenlands Ministerpräsident Papandreou will im Tagesverlauf Einsparungen von bis zu 4,8 Milliarden Euro bekanntgeben, mit denen das Defizit im Staatsetat eingegrenzt werden soll. Um 14.15 Uhr MEZ wird in den Vereinigten Staaten der ADP- Arbeitsmarktbericht für Februar vorgelegt. Volkswirte rechnen mit weiteren 20.000 gestrichenen Stellen, nach einem Minus von 22.000 im Vormonat. Um 16.00 Uhr MEZ veröffentlicht das Wirtschaftsforschungsinstitut ISM seinen Februar-Konjunkturindex für den Dienstleistungssektor. Hier erwarten Ökonomen einen Anstieg auf 51, nach 50,5 im Vormonat. Besonders von Interesse sind Händlern zufolge aber die amtlichen amerikanische Arbeitsmarkdaten am kommenden Freitag. Kevin Giddis vom Brokerhaus Morgan Keegan Inc. in Memphis rechnet deshalb bis dahin mit einem niedrigen Handelsvolumen und mit geringer Volatilität. „Es ist ziemlich risikoreich, vor den Daten große Long- oder Short-Positionen aufzubauen“, sagte der Experte. „Die meisten Akteure am Markt werden wohl erst einmal abwarten und ihre Positionen dann nach den Daten ausrichten.“

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