https://www.faz.net/-gv6-afqx3

Nach dem EZB-Entscheid : Die Sparer müssen weiter durchhalten

EZB-Zentrale in Frankfurt: Die Notenbank will ihre Anleihekäufe im vierten Quartal mit einem „moderat niedrigeren Tempo“ fortsetzen. Was heißt das für Sparer? Bild: Lucas Bäuml

Die EZB wagt trotz höherer Inflation nur einen minimalen Schritt in Richtung Normalität. Für Anleger heißt das: weiter Rückenwind für Aktien – aber Kaufkraftverluste auf Sparkonten. Was ändert sich sonst noch?

          4 Min.

          Viel weniger hätte die Europäische Zentralbank kaum machen können, lästern sie am Finanzmarkt: EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am Donnerstag zwar angekündigt, die Anleihekäufe der Notenbank von Oktober an „moderat“ zu verringern. Nun wird gerätselt, ob das eine Reduzierung des Krisenprogramms von 80 Milliarden Euro auf 60, 70 oder womöglich nur auf 75 Milliarden Euro im Monat bedeutet. Sehr gewaltig ist der Unterschied jedenfalls nicht – alle Grundsatzentscheidungen wurden erst einmal verschoben.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die EZB bleibt expansiv – während die Töne aus der amerikanischen Notenbank Fed schon sehr viel mehr nach Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik klingen. Dabei sind die Inflationsraten in Europa zuletzt auch spürbar gestiegen: 3 Prozent betrug die Inflation in der Eurozone im August. Auch die EZB musste ihre Schätzung fürs Gesamtjahr jetzt hochsetzen, von 1,9 auf 2,2 Prozent. Und es ist noch keineswegs ausgemacht, dass es dabei bleibt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.
          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.
          Der Betrieb hält sich in Grenzen: ein Blick ins fast leere Impfzentrum Sachsen (Dresden)

          Geringe Quoten im Osten : Impfen? Nicht mit mir!

          In Ostdeutschland sind die Corona-Impfquoten auffallend niedrig. Was ist der Grund dafür? Ein Soziologe sieht den Widerstand gegen die Spritze als Teil der grundlegenden Protesthaltung gegenüber der Regierung.