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Europäische Börsen : Deutsche Telekom gewinnen mehr als 4 Prozent

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An den europäischen Aktienbörsen gab es am Donnerstag auf breiter Front Kursgewinne. Angeführt wurde der Aufwärtstrend von Telekomaktien. Für Optimismus sorgte die Deutsche Telekom mit einer neuen Gewinnprognose und der ersten Dividendenzahlung in drei Jahren.

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          An den europäischen Aktienbörsen gab es am Donnerstag auf breiter Front Kursgewinne. Angeführt wurde der Aufwärtstrend von Telekomaktien. Für Optimismus sorgte die Deutsche Telekom mit einer neuen Gewinnprognose und der ersten Dividendenzahlung in drei Jahren. Der britische Telekomkonzern BT Group überzeugte mit einem Quartalsgewinn, der über den Analystenerwartungen lag. Auch Energiewerte waren gefragt, nachdem die Zwischenergebnisse von Repsol und BG höher ausfielen als erwartet.

          Rückenwind kam außerdem aus Amerika, wo die Notenbank die Leitzinsen am Vorabend um 25 Basispunkte auf 2,00 Prozent anhob. Befürchtungen, wonach sich das Wachstum auf dem wichtigsten Exportmarkt für Europa abschwächt, wurden damit nicht bestätigt. Die schlechten Daten zum Wirtschaftswachstum in Deutschland fanden weniger Beachtung. In Großbritannien, Frankreich, Italien und Belgien erreichten die führenden Aktienindizes neue Jahreshochs. Der Euro Stoxx 50, ein Index für die zwölf Länder des Euro-Raums, stieg um 1,1 Prozent auf 2904 Punkte.

          Dax legt um 1 Prozent zu

          In Frankfurt kletterte der Deutsche Aktienindex Dax um 1 Prozent auf 4131 Punkte. Der M-Dax, ein Index für die Titel der zweiten Reihe, erreichte ein neues Hoch. Die Telekom-Aktie gewann 4,4 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresgewinnprognose auf 3,2 Milliarden Euro nach oben korrigiert hatte. Außerdem will die Telekom erstmals nach drei Jahren wieder eine Dividende ausschütten. Eon verteuerten sich um 1,1 Prozent. Der Versorger hat seinen Gewinnausblick angehoben, nachdem sich der Gewinn im dritten Quartal fast verdoppelte. Dagegen fielen die Quartalszahlen von BASF AG, dem weltgrößten Chemiekonzern, schlechter als erwartet aus. Die Börse quittierte dies mit einem Kursabschlag von bis zu 2,6 Prozent.

          In London stieg der FTSE-100-Index um 0,9 Prozent auf 4777 Punkte, den höchsten Stand seit Juni 2002. BT rückten 3,1 Prozent vor. Der Telekommunikationskonzern hat seinen Gewinn im zweiten Geschäftsquartal um 14 Prozent gesteigert. BG legten um 1 Prozent zu. Der Erdgasproduzent verzeichnete im dritten Quartal einen Gewinnanstieg von 3,4 Prozent. In Zürich stieg der SMI-Index um 0,7 Prozent auf 5650 Punkte. Syngenta notierten 2,3 Prozent fester. Durch den Pilzbefall von amerikanischen Sojabohnenpflanzen dürfte die Nachfrage nach Produkten des Pestizidherstellers steigen. In Paris stieg der CAC-40-Index um 1,3 Prozent auf 3834 Punkte. France Telecom stiegen im Windschatten der Deutschen Telekom um 3,3 Prozent. EADS zogen 5,7 Prozent an. Zusammen mit Thales hat der Rüstungskonzern einen Auftrag der amerikanischen Marine erhalten. (bf./Bloomberg)

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