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Euro-Nachbar : Polens Notenbank erwartet sinkende Preise

  • Aktualisiert am

Marek Belka ist Chef der polnischen Notenbank. Bild: dpa

Die Verbraucherpreise fallen, die Zentralbank korrigiert ihre Prognose nach unten. Und schaut sich genau an, wie die Entscheidungen der EZB wirken.

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          Die Verbraucherpreise in Polen werden nach Einschätzung der Zentralbank des Landes auch in den nächsten Quartalen zurückgehen. Die Inflationsrate dürfte 2016 zwischen minus 0,9 und plus 0,2 Prozent liegen, teilten die Währungshüter an diesem Freitag in ihrer neuen Prognose mit. Noch im November hatten sie mit einer Spanne von plus 0,4 bis plus 1,8 Prozent gerechnet.

          Die Zentralbank-Spitze um Präsident Marek Belka beließ - wie von den Finanzmarktakteuren im Schnitt erwartet - den Leitzins auf 1,5 Prozent. Eine Zinssenkung noch in diesem Jahr sei aber nicht ausgeschlossen. Die polnische Notenbank werde die jüngste geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Auge behalten. Die Folgen für Polen seien allerdings nicht groß und eher von vorübergehender Natur, so Belka.

          Die EZB hatte am Donnerstag ihre Geldpolitik abermals gelockert. Sie senkte unter anderem den Leitzins auf null und weitete ihre Anleihekäufe aus. Damit will sie gegen die in der Euro-Zone ebenfalls sehr niedrige Inflation vorgehen. Mittelfristig strebt die EZB wie viele andere Notenbanken eine Teuerungsrate von nahe zwei Prozent an.

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