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Euro Finance Week : Kukies macht für Einlagensicherung Druck

Finanzstaatssekretär Kukies (links) auf einem Treffen europäischer Finanzminister Bild: EPA

Das Bundesfinanzministerium will die europäische Bankenunion vollenden, was jedoch vor allem in Deutschland kritisch gesehen wird. Klar, dass das Thema auf der großen Finanzkonferenz in Frankfurt heiß diskutiert wird.

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          Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen, will die Bankenunion entschieden voran bringen. „Der europäische Bankenmarkt ist zu fragmentiert, dadurch haben wir große Nachteile“, sagte Kukies auf der Bankenkonferenz Euro Finance Week in Frankfurt. Andere globale Binnenmärkten seien stärker zusammengerückt. In Europa sei eher ein Rückschritt zu beobachten. „Das muss sich ändern“, sagte Kukies.

          Inken Schönauer

          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Eine große Hürde auf dem Weg zur Bankenunion sind die „faulen Kredite“ in den Bilanzen europäischer Banken. Bei dem Abbau ist man laut Kukies „auf gutem Weg“. Wenn dann alles voran komme, sei es aber auch wichtig die Diskussionen um die Einlagensicherung weiter zu treiben. Sie wird vor allem von Deutschland sehr kritisch gesehen. „Es wird Übergangsfristen geben“, sagte Kukies.

          Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer wendete sich unterdessen entschieden gegen die Pläne, die Finanztransaktionssteuer einzuführen. „Das bestraft diejenigen, die mit Aktien und Fonds vorsorgen wollen“, sagte Schäfer auf der Euro Finance Week.

          In den vergangenen Tagen waren die Diskussionen um eine Finanztransaktionssteuer wieder hochgekommen. Kukies kommentierte dies mit den Worten: „In anderen Länder gibt es darum weniger Aufregung.“

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