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Börse : Euro bremst Aktienmarkt

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Bild: Reuters

Ein stärkerer Euro und eine langsam immer deutlicher werdende Perspektive auf die Zinswende drückten am Donnerstag die Aktienkurse.

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          Gewinnmitnahmen haben die Aktienmärkte am Donnerstag gebremst. Der den deutschen Markt breit abbildende F.A.Z.-Index fiel um 0,5 Prozent auf 2621 Punkte. Der Standardwerteindex Dax gab etwas stärker auf 13.203 Punkte nach.

          Ein kurzer Ausbruchsversuch nach oben scheiterte an der Stärke des Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung kletterte nach der Veröffentlichung des EZB-Protokolls um knapp einen Cent auf 1,2038 Dollar.

          Aus der Mitschrift der Ratssitzung von Mitte Dezember geht hervor, dass die Diskussion über die nächsten geldpolitischen Schritte zur Zinswende Fahrt aufgenommen hat. Schon früh in diesem Jahr könnten sich die Währungshüter mit der Kommunikation ihrer geldpolitischen Ausrichtung und ihres geldpolitischen Ausblicks neu befassen. Auch am Anleihemarkt zogen danach die Renditen etwas an.

          F.A.Z.-Index

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          „Der Markt interpretiert das so, dass die Notenbank den Wortlaut ihres Statements im Januar ändern könnte“, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. „Der Hinweis zur möglichen Aufstockung oder Verlängerung der Anleihekäufe könnte gestrichen werden.“ Die nächste Ratssitzung der EZB ist am 25. Januar. Zudem hielten sich die Anleger zu Beginn der Berichtssaison in Amerika zurück.

          Zunächst hatten Konjunkturdaten aus Deutschland für gute Stimmung gesorgt: Die Wirtschaft hierzulande ist 2017 so kräftig gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,2 Prozent. Allerdings fiel das Plus einen Tick niedriger als im Durchschnitt von Analysten mit 2,4 Prozent erwartet aus. Unterstützung kam auch aus dem amerikanischen Terminhandel. Dieser signalisierte für die Wall Street zur Eröffnung ein Plus von 0,2 Prozent.

          EUR/USD

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          Nachdem Bayer in der Nacht zum Donnerstag Covestro-Aktien für 1,8 Milliarden Euro an große Investoren verkauft und damit seine direkte Beteiligung auf 14,2 von 24,6 Prozent reduziert hat, sind die Chancen für den Kunststoff-Konzern Covestro gestiegen, in den Dax aufzusteigen.

          Der Aktienkurs stieg um 2,3 Prozent. Im Gegenzug fiel der Aktienkurs der Deutsche Wohnen um knapp 3 Prozent. Covestro habe Deutsche Wohnen als Top-Aufstiegskandidat abgelöst, schrieb LBBW-Index-Experte Uwe Streich.

          SAP gaben um 3,3 Prozent nach. Die Analysten von Morgan Stanley rechnen kurzfristig mit Gegenwind für den Softwareriesen. Sie setzten die Titel am Donnerstag herunter auf „Equal-Weight“ von „Overweight“.

          SAP

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          Trotz eines Rückgangs des Auftragseingangs von 23 Prozent im Vorjahr legt der Aktienkurs des Turbinenbauers Nordex um 3,5 Prozent zu. Die Anleger honorieren damit nicht nur den vor einigen Tagen vermeldeten Großauftrag, sondern auch, dass der Auftragseingang im Schlussquartal insgesamt knapp 1600 Megawatt betrug -  rund ein Achtel mehr als im Vorjahr

          Hart gehen die Anleger in Kopenhagen mit Pandora ins Gericht, deren Aktien um 10 Prozent abstürzten: Der Schmuckhersteller verprellte die Anleger mit einem weniger starken Umsatzanstieg.

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