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Eurex : Wie sich Optionspreise bewegen

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Optionen - die wichtigen Faktoren Bild:

Auch wenn bei Optionen gerne "die Leichtigkeit des Gewinns" suggeriert wird, ohne spezielles Know-How geht es nicht.

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          Ist es für den Anleger schon schwierig, unter den "Standardinstumenten" wie Aktien, Anleihen oder Fonds in der Vielfalt des Angebots die für ihn richtige Variante herauszufinden, so sind die Termingeschäfte gewissermaßen die "hohe Schule der Anlagekunst". Denn hier ist nicht nur das Wissen um die Funktionsweise der Basismärkte gefragt, sondern hier gelten zusätzliche Regeln. Insbesondere im Options- und Optionsscheinmarkt.

          Auch wenn verschiedene spezialisierte Magazine und die Werbung "die Leichtigkeit des Gewinns" suggerieren, ohne spezielles Know-How sollte sich hier niemand mit grösseren Summen engagieren. Das sind Produkte, die sich für die taktische Anlage eignen mögen, die aber völlig ungeeignet sind, für die langfristige Investition. Sie können zwar in Verbindung mit einem Portfolio geschickt eingesetzt die Rendite beachtlich verbessern, aber selten durch direkte Spekulation. Sie können aber genutzt werden, um gezielt Aktienpositionen auf- oder auch abzubauen.

          Komplexe Preisbestimmung

          Besonderes Merkmal bei Optionen ist die Komplexität der Preisbestimmung. Das gilt schon für "Standard-Optionen" und erst recht für exotische Varianten wie etwa Range-Options. Ist es noch einleuchtend, dass ein massgeblicher Faktor die Kursentwicklung des Basiswertes sein muss, so kommen mit der Volatilität, dem Zinssatz, der Laufzeit, der Dividende und der Wahl des Ausübungs- oder Strikepreises weitere Faktoren hinzu.

          Das Wichtige dabei ist: hat sich der Anleger für eine bestimmte Option mit den gewählten Parametern Laufzeit und Ausübungspreis entschieden, so bestimmen die restlichen Faktoren einzeln oder auch simultan über die weitere Preisentwicklung. Steigt die Basis, nimmt in der Regel der Wert eines Call zu und der eines Put ab. Steigt gleichzeitig die Volatilität, nimmt die Wertsteigerung des Calls zusätzlich zu, während der Wertverlust des Put gedämpft wird. Fällt der Zahlungstermin einer Dividende in die Laufzeit einer Aktienoption, wird die berücksichtigt. Denn der Dividendenabschlag wirkt wie ein ganz normaler Kursverlust der Basis. Erhöht ein Unternehmen überraschend die Ausschüttung, verlieren Calls urplötzlich an Wert, während Puts zulegen.

          Eine Verkaufsoption als Beispiel

          Alles in allem sind das genügend Gründe, einen näheren Blick auf die Zusammenhänge zu werfen. Das tun wir anhand des bekannten Beispiels: Einem Put auf den Dax mit dem Ausübungspreis von 5.700 Zählern. Berechnet bei einem Index-Stand von 5.757 Punkten und einer Volatilität von 22 Prozent kostet er bei einer Restlaufzeit von 26 Tagen knapp 100 Euro.

          Allein diese Konstellation lässt schon bestimmte Eigenheiten erkennen. Bleibt der Index bei dem aktuellen Stand oder steigt sogar, dann wird der Put wertlos verfallen. Er hat keinen inneren Wert, sondern der aktuelle Preis lässt sich nur mit der Wahrscheinlichkeit begründen, dass der Dax noch unter die 5.700-Punkte-Marke fallen könnte. Allerdings dürfte es interessant sein, sich die Entwicklung des „Wertverfalls“ näher anzusehen (Theta) oder zu analysieren, wie sich der Put verändert wenn der Index sinkt (Delta) oder die Volatilität (Vega) oder die Zinsen (Rho) steigen.

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