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Eurex : Terminmarkt mit Effizienz

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Die Eurex - ein effizienter Terminmarkt Bild:

Manchen mag die Börse schon kompliziert erscheinen. Spätestens bei Terminmärkten schalten sie ab. Dabei ist das Ganze gar nicht so schwierig zu verstehen.

          Für viele ist die Börse an sich ein Buch mit sieben Siegeln. Das dürfte erst recht für eine Terminbörse gelten. Dabei ist die bei genauerer Betrachtung nichts anderes, als die logische Weiterentwicklung der Kassamärkte. Und so wird sie auch bezeichnet: sagt doch der Begriff Derivatebörse nicht mehr, als dass sie sich vom Basismarkt ableitet oder sich zumindest in irgendeiner Form auf ihn bezieht.

          Ähneln Terminbörsen in den USA in ihrer ursprünglichen Form und im Handelsablauf noch den traditionellen Börsen, so stehen sich die Händler längst nicht mehr überall „live“wild schreiend und gestikulierend gegenüber. Mit immer komplexer werdenden Finanzinstrumenten und zunehmend leistungsfähigeren Computern hat sich die elektronische Informationsverarbeitung immer mehr durchgesetzt. Im letzten Schritt werden die Rechner so vernetzt, dass sie in geordneter Weise miteinander „online“ kommunizieren können - und fertig ist die virtuelle Börse. Zumindest auf dem Papier.

          Globales Netzwerk

          Im Prinzip ist die Eurex genau nach diesem Muster gestrickt. Sie ist mittlerweile die größte Derivatebörse der Welt. Banken und Broker handeln hier standardisierte Terminmarktprodukte auf einer vollelektronischen Plattform. Grenzüberschreitend können sie beinahe von jedem beliebigen Standort der Welt mit ihrem Rechner auf das Netzwerk zugreifen, am Handel teilnehmen und die Aufträge ihrer Kunden ausführen - oder auf eigene Rechnung spekulieren.

          Aber was ist der Reiz an diesem System und wieso hat es sich so durchgesetzt? Einmal angeschlossen kann der Marktteilnehmer auf eine immer breiter werdende Produktpalette zugreifen und handeln. Mag das allein schon interessant sein, so nimmt mit steigender Teilnehmerzahl auch die Liquidität zu und führt zu „Kampfpreisen“ mit engen Geld-Briefspannen. Was wiederum die Attraktivität erhöht. Zusätzlich können die Wertpapiergeschäfte in einem durchgängigen Arbeitsprozess auch abgewickelt werden. Und das führt zu den so genannten „Skaleneffekten“: Je mehr Volumen auf einem System umgeht, desto günstiger wird das Einzelgeschäft.

          Effizienz und Transparenz sind die Trümpfe

          Die Kombination dieser Faktoren scheinen die tieferen Gründe für den Erfolg zu sein. Wurde vor Jahren der damals und heute meistgehandelte Kontrakt, nämlich der Bund-Future, noch beinahe ausschließlich an der Konkurrenzbörse Liffe in London gehandelt, so ist er innerhalb kurzer Zeit an die Eurex abgewandert. „Märkte“ sind also nicht an einen Ort gebunden, sondern wandern dahin, wo sie günstige Bedingungen finden. In diesem Fall eben ins „virtuelle“.

          Ein weiterer Vorteil dieser Art von Märkten ist die Transparenz. Jeder Marktteilnehmer hat gleich schnell Zugriff auf dieselben Marktinformationen und kann darauf handeln. Auch die Produkte sind auf Grund der Standardisierung unmittelbar miteinander vergleichbar. Jeder kann auf einen Blick sehen, wo der Marktpreis etwa für einen Dax-Put 5.850 mit einem Monat Restlaufzeit liegt. Kein Vergleich mit den unübersichtlichen Strukturen des Optionsscheinmarktes etwa. Mit der Unzahl an unterschiedlichen Laufzeiten und Ausübungspreisen. Und genau das sollte für den Privatanleger ein Grund sein, sich mit der Eurex zu beschäftigen. Sofern er sich überhaupt für Termingeschäfte interessiert.

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