https://www.faz.net/-gv6-2n65

EU-Osterweiterung : Zur Rolle der Währungen

  • Aktualisiert am

          1 Min.

          Vontobel-Fondsmanagerin Monica Mastroberardino zur Währungssituation in den einzelnen Ländern Osteuropas:

          „Die Währungssituation hängt im wesentlichen von der gesamten makroökonomischen Stabilität ab. So lange es eine wirtschaftliche Stabilität gibt, ist die Währung nicht so bedeutend für den EU-Beitritt. Denn dazu bedarf es eben sehr viel mehr als nur einer stabilen Währung. Sicherlich wird keines der Länder nur deshalb nicht mit der EU in Verhandlungen kommen, weil die Währung ein Problem darstellt.

          Natürlich gibt es heutzutage auf der anderen Seite des Risiko, dass eine Währung wie zum Beispiel der Zloty abwerten könnte. Aber doch nicht krisenhaft. Solche Bewegungen wären eher vergleichbar mit Währungsbewegungen zwischen Euro und US-Dollar. Das hat nur etwas mit normalen wirtschaftlichen Entwicklungen zu tun.

          Deshalb müssen Anleger nicht unbedingt nur in Euro-notierte Papiere investieren. Weil sich ja durchaus auch Kursgewinne über die Währung erzielen lassen. Es ist allerdings nicht ganz einfach, in einzelne Fremdwährungspapiere zu investieren. Wie sollte sich ein Anleger beispielsweise gegen eine Währungsabwertung verteidigen? In der Regel bekommen man als Privatanleger viel zu wenig Informationen zu diesen Märkten.

          Andererseits bieten sich natürlich schon auch besondere Chancen. Im vergangenen Jahr zum Beispiel stand der polnische Zloty bei 4,20 gegenüber dem Euro, heute steht er bei 3,54. Wenn Sie bei 4,20 gekauft haben, dann haben Sie bis heute eine sehr gute Rendite erzielt, und zwar nur aus der Währung.

          Wer also in eine sehr schwache Währung investiert, kann unter Umständen kräftige Kursgewinne erzielen. Aber das Risiko ist wie gesagt schon beträchtlich. Dennoch: Man muss nicht unbedingt das Währungsrisiko ganz ausschalten, aber man sollte einen guten Berater haben, der einem sagt, wann man aus einer Währung aussteigen muss.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Als hätte er sie gewonnen: Trump hält am 1. Juni vor der Kirche St. John in Washington eine Bibel hoch.

          Psychogramm eines Präsidenten : Krieg, bis ihn alle lieben

          Pandemie, Rassismus, Polizeigewalt – Amerika könnte einen Landesvater gebrauchen, der Trost spendet und Zuversicht verbreitet. Doch im Weißen Haus sitzt ein Narziss, der nur mit einer Person mitfühlt: sich selbst.
          Die Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters Wirecard im bayrischen Aschheim.

          Marktmanipulation : Bafin zeigt Wirecard an

          Nach den Vorwürfen wegen Marktmanipulation gegen den Zahlungsdienstleister hat nun die Finanzaufsicht Bafin Anzeige erstattet. Die Geschäftsräume des Unternehmens in Bayern wurden untersucht. Die Vorwürfe richten sich gegen Vorstände.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.