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ETF-Sparpläne betroffen? : Neobroker im Visier der Europäischen Kommission

Will den Aktienhandel von Neobrokern einschränken: EU-Finanzmarkt-Kommissarin Mairead McGuinness Bild: AP

Die Europäische Kommission hat das Geschäftsmodell der Neobroker ins Visier genommen. Dabei zielt sie so grob, dass auch herkömmliche ETF-Sparpläne betroffen sein könnten.

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          Es wird ernst für die sogenannten Neobroker. Sie nennen sich ­Trade Republic oder justTRADE und haben den Börsenhandel hierzulande revolutioniert. Sie ermöglichen den Handel auf dem Handy, dabei günstiger als die herkömmliche Konkurrenz: Ein sogenannter Trade kostet dabei oftmals nur einen Euro. Während der Corona-Pandemie haben zahlreiche Menschen die Neobroker für sich entdeckt. Sie haben die Aktienkultur angeschoben.

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Schon länger beäugt die europäische Politik das Geschäftsmodell dieser Neobroker mit Skepsis. Das Misstrauen beruht vor allem auf Verbraucherschutzüberlegungen: Die Gefahr bestehe, dass die in der Regel jungen Nutzer ihre Geldanlage über Neobroker als Glücks- oder Computerspiel begriffen und zum Zocken animiert würden – umso mehr, als die Anbieter ihre Kunden zu wenig über die Risiken ihres Geschäftsmodells informierten. Dass die EU-Kommission die Branche stärker regulieren will, hatten Europaabgeordnete deshalb im Frühsommer begrüßt.

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