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Ein- und Zwei-Cent : Den kleinsten Münzen geht es an den Kragen

Sind diese Münzen bald überflüssig? Die EU-Kommission setzt sich für einheitliche Rundungsregelungen ein, die die Ein- und Zwei-Cent-Stücke obsolet machen würden. Bild: Julia Zimmermann

Seit Jahren sind die Ein- und Zwei-Cent-Stücke der EU-Kommission ein Dorn im Auge. Nun will sie dem Kleinstgeld mit „Einheitlichen Rundungsregeln“ entgegenwirken. Die deutsche Regierung hält jedoch weiterhin an den Münzen fest.

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          Es ist nur ein Satz im Arbeitsprogramm 2020 der Europäischen Kommission, aber bei manchem lässt er die Alarmglocken schrillen. Unter Punkt 43 im Anhang kündigt die Kommission, einen Vorschlag für „Einheitliche Rundungsregeln“ an, und dann heißt es kurz und bündig: „Der Vorschlag hat das Ziel, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen, um die Nachteile und Herausforderungen von deren Nutzung zu beheben.“

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Was das für „Nachteile und Herausforderungen“ sind, hat die Kommission schon 2018 in einem Bericht festgestellt. Das sind zum einen die Herstellungskosten, dann aber auch die Kosten für das Zählen des Wechselgelds und den Transport der Münzen. Unabhängig davon gebe es in keinem Mitgliedsland mehr eine Mehrheit für die Beibehaltung der „Stückelungen“, heißt es in dem Bericht weiter.

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