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EU-Emissionslawine : Hier kommt die neue Referenz am Anleihemarkt

Italien profitiert am meisten: Gäste genießen die Außengastronomie eines Restaurants in Rom. Bild: picture alliance/ANSA

Die EU wird ihren Wiederaufbaufonds mit Titeln über 800 Milliarden Euro finanzieren. Schon jetzt ist die Nachfrage groß. Damit bekommt der Bund Konkurrenz.

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          Die gute Nachricht: Die Anleihen der Europäischen Union (EU) zur Finanzierung der Corona-Programme sprechen mit einem Mindestanlagevolumen von 1000 Euro die Privatanleger an. Die Titel weisen dank erstklassiger Bonitätsnoten eine mit dem deutschen Staat vergleichbare Sicherheit auf. Gleichzeitig bieten sie im Vergleich zu Bundesanleihen eine höhere Verzinsung, die je nach Laufzeit zwischen 0,1 und 0,3 Prozentpunkten liegt. In der wichtigen zehnjährigen Laufzeit liegen EU-Anleihen derzeit bei 0,05 Prozent, während Bundesanleihen eine Rendite von minus 0,16 Prozent aufweisen. Der Privatanleger wird mit dem Zinsvorteil der EU-Anleihen nicht glücklich werden, denn die Rendite fällt mager aus.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch institutionelle Investoren scharren mit ihren Hufen. Schon im Juni hält die für die Anleiheemissionen verantwortliche EU-Kommission die Platzierung des ersten Schuldtitels für die Finanzierung des 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds für möglich. Das hat der zuständige EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn vor dem Wochenende mitgeteilt. Das Emissionsvolumen bis zum Jahr 2026 entspricht nach seinen Angaben in heutigen Preisen 800 Milliarden Euro. Doch das ist nicht das einzige Programm der EU zur Bekämpfung der Pandemie-Schäden.

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