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Fonds-Innovationen : Ein ETF für nur eine Aktie

  • Aktualisiert am

Die Aktie der saudischen Ölgesellschaft Saudi Aramco soll ihren eigenen ETF bekommen. Bild: Reuters

ETF bieten Zugang zu 30, 50, 600 Aktien? Falsch. Geht es nach dem Anbieter Roundhill, soll es in den USA demnächst auch nur noch eine tun.

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          Börsengehandelte Fonds sollen eigentlich durch viele kleine Aktienanlagen das Risiko streuen. In den USA will jetzt der Anbieter Roundhill ETF auf den Markt bringen, die nur in eine einzelne Aktie investieren. So sollen der TRAX Samsung Shares und TRAX Saudi Aramco Shares die Kursentwicklung der jeweiligen Aktien nachvollziehen. In der vergangenen Woche reichte Roundhill eine entsprechende Meldung bei der Börsenaufsicht SEC ein.

          Die Aktien beider Unternehmen sind nicht in den USA notiert, und es gibt dafür auch keine entsprechenden Hinterlegungsscheine. Dadurch haben amerikanische Anleger nur schwer oder gar keinen Zugang zu diesen Aktien Die sogenannten Single-Stock-ETF könnten einen einfachen Zugang bieten, heißt es von Beobachtern – eine Innovation in der zunehmend gesättigten Branche.

          Erste ETF, die in nur ein Wertpapier investieren, debütierten in den USA im Juli. In der Regel bieten sie die Möglichkeit die Anlage zu hebeln oder das Wertpapier leer zu verkaufen. Roundhill geht insofern einen Schritt weiter, als die geplanten ETF nun die Wertentwicklung Eins zu eins nachvollziehen würden. Praktisch würden diese vor allem bilaterale Ertragstauschkontrakte (Swaps) eingehen und in Finanzinstrumente mit korrelierenden Erträgen investieren, könnten aber auch die zugrundeliegende Aktie kaufen. Ob die SEC die ETF genehmigt, ist aber nicht klar.

          Ausländische Unternehmen, die keine Hinterlegungsscheine anbieten, sind nicht an die Berichtsstandards der USA gebunden. Die geplanten Produkte könnten als Umgehung von Notierungsvorschriften aufgefasst werden, sagt Steve Sosnick, Chefstratege von Interactive Brokers und etwa auch eine Hintertür für chinesische Aktien öffnen, die aufgrund nicht eingehaltener Bilanzstandards in den USA „delistet“ wurden. Von der SEC gab es bislang keine Stellungnahme.

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