https://www.faz.net/aktuell/finanzen/etf-anleger-setzen-auf-anleihen-wegen-schwankungen-am-aktienmarkt-18333128.html

Sehnsucht nach Sicherheit : ETF-Anleger entdecken die Anleihen

Wegen schwankender Kurse zogen sich immer mehr Anleger aus ETF’s wie dem amerikanischen Index S&P 500 zurück. Bild: AFP

Lange Zeit nutzten Anleger passive Indexfonds vor allem dazu, günstig und einfach in Aktienmärkte zu investieren. Doch jetzt treibt sie die Sehnsucht nach mehr Sicherheit.

          2 Min.

          Angesichts der Kursverluste und teils heftigen Schwankungen an den Aktienmärkten in den vergangenen Monaten suchen auch ETF-Anleger offenbar zunehmend nach Sicherheit. Das zeigen die jüngsten Daten zu den Mittelzuflüssen in den passiven Indexfonds, die große Fondsgesellschaften in diesen Tagen veröffentlicht haben. So beobachtet die französische Anlagegesellschaft Amundi, dass Anleihe-ETF zuletzt gefragter gewesen seien als Aktien-ETF, was es schon seit Jahren nicht mehr gegeben haben dürfte. Denn der Boom, den die passiven Indexfonds in den vergangenen Jahren erlebt haben, geht vor allem darauf zurück, dass Privatanleger über sie günstig und unkompliziert in die Aktienmärkte einsteigen können.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Netto hätten Anleger in aller Welt im Juli und August in ETF insgesamt 90,7 Milliarden Euro investiert, heißt es nun von Amundi. Mit 58,8 Milliarden Euro seien Anleihen dabei die beliebteste Anlageklasse gewesen. In Aktien-ETF seien in dem Zeitraum nur 41,9 Milliarden Euro geflossen. Aus Rohstoff-Indexfonds zogen die Anleger unterm Strich sogar 12 Milliarden Euro ab. Auch vielen Aktienmärkten kehrten Anleger den Rücken.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Das Reifenlager von Continental in einem Logistikzentrum Isernhagen bei Hannover.

          Nach Cyber-Attacke : Conti und KPMG spüren den Hackern nach

          Mit Hilfe externer Spezialisten analysiert der Autozulieferer das Ausmaß seines Datenlecks. Aufsichtsrat und Behörden machen Druck – und die Angreifer melden sich mit neuen Forderungen.