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Andere Regionen beliebter : ETF-Anleger kehren dem Euroraum den Rücken

Die Allianz-Aktie ist einer der größten Einzelwerte in Eurozonen-ETF. Bild: dpa

Über passive Indexfonds können Anleger in alle Weltregionen investieren – und machen das mit immer größeren Summen. Nur die Eurozone haben sie zuletzt gemieden.

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          Viele Anleger haben zuletzt dem Euroraum den Rücken gekehrt. Während Aktien-Investoren über passive Indexfonds (ETF) im September in alle anderen Weltregionen mehr Geld investierten, zogen sie nur aus der Eurozone Geld ab. Das geht aus einem am Donnerstag vorgelegten Bericht der französischen Fondsgesellschaft Amundi hervor.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Demnach zogen Anleger aus auf den Euroraum fokussierten ETF unter dem Strich rund 900 Millionen Euro ab, während zum Beispiel Amerika-ETF um 32,5 Milliarden Euro zulegten. In Schwellenländer-ETF flossen 4,4 Milliarden Euro, nach Japan gingen 1,6 Milliarden Euro. Indexfonds, die auf den gesamten europäischen Aktienmarkt, also inklusive Märkten wie Großbritannien und der Schweiz ausgerichtet sind, flossen immerhin 777 Millionen Euro zu.

          Alles in allem investierten europäische Anleger in den ersten neun Monaten des Jahres 92,3 Milliarden Euro neue Gelder in Aktien-ETF. Weltweit aufgestellte Indizes wie der MSCI World waren mit 44,4 Milliarden Euro am beliebtesten, gefolgt von Amerika-Indizes mit 25,7 Milliarden Euro und Schwellenländerindizes mit 7,9 Milliarden Euro. In der ganzen Welt flossen 803 Milliarden Euro in ETF.

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