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Erbschaftssteuer : Covid-19 erschwert die Unternehmensnachfolge

  • -Aktualisiert am

Eine Textausgabe des Erbschaftssteuer- und Schenkungsgesetzes. Bild: dpa

Die Rezession kann zu hohen Erbschaftssteuern führen, die Berechnungen für die Erbschaftsteuerverschonung wurden nicht angepasst. Das gefährdet Unternehmensumstrukturierungen.

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          Die Pandemie stellt sowohl Unternehmer, die vor kurzem oder einigen Jahren mit Unternehmensanteilen beschenkt wurden, als auch diejenigen, die eine Unternehmensübergabe planen, vor große Herausforderungen. Dies gilt steuerlich, weil die durch die Pandemie ausgelöste Rezession nicht nur operative, sondern auch steuerliche Schwierigkeiten hervorrufen kann, die die erbschaftsteuerliche Verschonung einer Unternehmensschenkung gefährden können. Schenkte man vor zwei oder drei Jahren Unternehmensanteile, dann regelmäßig zu einem hohen Unternehmenswert. Wir befanden uns in einem Boom mit vollen Auftragsbüchern.

          Die vergangenen fünf Wirtschaftsjahre vor der Schenkung waren Jahre, in denen in den meisten Unternehmen Vollbeschäftigung herrschte. Dies führte zu einer hohen Ausgangslohnsumme, die man nach der Schenkung im sogenannten Lohnsummenüberwachungszeitraum nur sehr eingeschränkt unterschreiten darf. Die Rezession kann nun zu hohen Erbschaftsteuern führen, wenn in der sogenannten Nachsteuerperiode im Lohnsummenüberwachungszeitraum die Voraussetzungen für das Behaltendürfen der Verschonung nicht mehr eingehalten werden können.

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