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Energiepreise : Ölpreis steigt den dritten Tag in Folge

Öl-Bohrinsel in der Nordsee Bild: dpa

Die Opec senkt ihre mittelfristige Prognose für die Ölnachfrage. Öl und Benzin sind zuletzt an der Tankstelle wieder teurer geworden.

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          Öl und Benzin sind zuletzt wieder teurer geworden. Der Rohölpreis legte am Dienstag den dritten Tag in Folge zu, was am Ölmarkt vor allem mit der positiven Stimmung aufgrund der Signale im internationalen Handelskonflikt gedeutet wurde. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich um rund 0,8 Prozent auf 62,60 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter). Damit ist Öl wieder spürbar teurer als Anfang Oktober, als der Preis zeitweise bei lediglich gut 57 Dollar lag.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Während die Rohölpreise in den ersten Novembertagen nahezu kontinuierlich gestiegen sind, haben sich die Preise für Super E10 und Diesel unterschiedlich entwickelt“, sagte Steffen Bock, der Geschäftsführer der Internetplattform Clever-Tanken. Super E10 wurde auf Wochensicht teurer, Diesel billiger.

          Ein Liter Diesel kostete zuletzt im Bundesdurchschnitt 1,247 Euro, ein Liter Super E10 etwa 1,372 Euro. Im Laufe des Oktober war der Preis für Super E10 schon den fünften Monat in Folge gefallen, wie das Internetportal weiter berichtet. Für Diesel habe es in dem Monat dagegen wenig Veränderung gegeben, der Preis habe nur ganz leicht zugelegt.

          Opec fährt Produktion zurück

          Heizöl verteuerte sich derweil seit der vergangenen Woche um rund 3 Prozent auf 65,09 Euro je 100 Liter bei der Abnahme von 3000 Litern. Das berichtet das Internetportal Heizoel24. Unterdessen hat die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihre Prognose für die mittelfristige Ölnachfrage gesenkt und stellt sich auf eine sinkende Ölförderung ein.

          Sie werde ihre Produktionsmenge bis zum Jahr 2024 voraussichtlich auf 32,8 Millionen Barrel je Tag von 35 Millionen in diesem Jahr zurückfahren. Ein Grund sei die zunehmende Produktion von amerikanischem Schieferöl. Die Organisation erwartet für das Jahr 2023 einen Ölverbrauch in aller Welt von 103,9 Millionen Barrel je Tag. In ihrem Ölmarktbericht des Vorjahres war die Opec noch von 104,5 Millionen Barrel ausgegangen.

          Von 2018 bis 2040 aber klettert der Bedarf an Öl laut der Studie um rund 12 auf 110,6 Millionen Barrel (159 Liter) am Tag. Der Bedarf werde sich regional aber sehr unterschiedlich entwickeln. Für den Anstieg sorgen demnach vor allem Indien, China und auch die Gemeinschaft der 14 Opec-Länder, zu der unter anderem Saudi-Arabien, Iran, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela gehören. In vielen europäischen Ländern dürfte der Energie- und damit auch der Ölbedarf laut dem Bericht derweil sinken.

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