https://www.faz.net/-gv6-99bjo

Hightechs unter Druck : Sorgen um das Ende des Smartphone-Booms

  • Aktualisiert am

Smartphones sind weltweit gefragt - wie lange noch? Bild: Reuters

Die Aktie von Apple und auch Chipwerte weltweit geraten massiv unter Druck, weil ein Halbleiterunternehmen eine Umsatzwarnung herausgibt. Was ist da los?

          1 Min.

          Sorgen um die Smartphone-Nachfrage haben nicht nur die Aktien von Apple am Donnerstag an der New Yorker Börse gemeinsam mit Halbleiterwerten unter Druck gesetzt. Die Papiere des iPhone-Herstellers büßten im Dow Jones 2,7 Prozent auf 173,02 US-Dollar ein. Ihre Kursgewinne der vergangenen fünf Tage machten sie so mit einem Schlag wieder zunichte. Deutliche Kursverluste bei Technologie-Werten gab es auch in Asien.

          Der bedeutende taiwanische Chiphersteller TSMC hatte einen unerwartet schwachen Umsatzausblick gegeben, was Sorgen um die Geschäfte in der ganzen Smartphone-Branche auslöste. TSMC gehört zu den wichtigsten Zulieferern von Apple und anderen namhaften Herstellern und gilt als Gradmesser für die Branche.

          Während sich Japans Börse noch einigermaßen stabil halten konnte, fielen die Leitindizes in China und vor allem Taiwan um bis zu 2 Prozent. TSMC selbst - die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. - büßte im laufenden Handel um mehr als 6 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal mit 1 Milliarde Dollar weniger Umsatz als Analysten bislang erwartet hatten. Zugleich kappte TSMC seine Wachstumserwartungen an den Gesamtmarkt.

          APPLE

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          In diese Kerbe schlug auch Analyst Sandeep Deshpande von JPMorgan, der den mauen Ausblick von TSMC auf eine schwache Nachfrage nach hochwertigen Smartphones zurückführte, in der Apple hauptsächlich beheimatet ist. Er sehe deshalb weiterhin Risiken für jene Aktien, die stark mit der Wertschöpfungskette des iPhone-Herstellers in Zusammenhang stünden.

          Im Chipbereich büßten Micron mehr als 5 Prozent ein, Qualcomm sackten um 4,5 Prozent ab und Texas Instruments verloren fast 4 Prozent - um nur einige Branchenwerte von der Nasdaq-Börse zu nennen. Auch die Chip-Zulieferindustrie war betroffen: Titel der darauf spezialisierten Anlagenbauer Applied Materials und Lam Research sackten jeweils um 7 Prozent ab.

          Weitere Themen

          Die EZB und das teure Gemüse

          Messung von Inflation : Die EZB und das teure Gemüse

          Die EZB befasst sich diese Woche damit, ob die Inflation wohl richtig gemessen wird. Es könnten durchaus manche Änderungen in dieser wichtigen Frage anstehen.

          Topmeldungen

          Neue Stadtteile : Deutschland baut XXL

          In den Metropolen fehlen zehntausende Wohnungen. Gegen den Mangel soll Neubau helfen, überall entstehen neue Stadtteile. Wir stellen die größten Projekte vor.
          Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran (auf dem Monitor) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn  (rechts dahinter) bei der Befragung am Dienstag.

          Rüsten für zweite Corona-Welle : Das nächste Mal ohne Schlagbäume

          Deutsche und französische Parlamentarier befragen gemeinsam ihre Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Olivier Véran (LREM). Neue Exportbeschränkungen wollen sie meiden. In anderen Punkten liegen sie auseinander.
          Papst Franziskus begrüßt im April 2018 chinesische Katholiken auf dem Petersplatz.

          Vatikan und China : Verrät der Papst die Untergrundkirche?

          Während viele westliche Staaten auf Konfrontationskurs zu China gehen, will der Vatikan ein Abkommen mit Peking verlängern. Kritiker werfen ihm vor, er verrate damit die Untergrundkirche.

          Immer wieder Ibrahimovic : An der Uhr gedreht

          Zlatan Ibrahimovic trifft auch in seiner 22. Profi-Saison ins Tor. „Ich bin wie Benjamin Button“ sagt der unverwüstliche Schwede. Wie nebenbei verhilft der 38-Jährige auch dem AC Mailand zu neuem Glanz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.