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Ende der Notverkäufe : Goldpreis und Aktienkurse legen zu

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Goldbarren des Herstellers Argor-Heraeus Bild: Reuters

Trotz steigender Aktienkurse gewinnt auch das Edelmetall in der Gunst der Anleger. In der Schweiz fahren Raffinerien die Produktion wieder hoch, was die Lieferengpässe abmildern könnte.

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          Der Goldpreis ist zu Beginn der neuen Woche gestiegen. Die Notierung für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg am Montag an der Börse in London wieder deutlich über die Marke von 1600 Dollar und wurde gegen Mittag bei einem Tageshoch von 1638 Dollar gehandelt.

          Der deutsche Aktienindex Dax notierte am Nachmittag 4,7 Prozent im Plus. Trotz der allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten konnte die Krisenwährung Gold etwa 17 Dollar je Unze zulegen. In den vergangenen Wochen hatten mehrfach Notverkäufe von Investoren im Zuge heftiger Börsenturbulenzen den Goldpreis belastet.

          Gold wird an den Finanzmärkten in der Regel als Krisenwährung geschätzt. Wegen der Notverkäufe konnte das Edelmetall bisher nur vergleichsweise wenig von der Corona-Krise profitieren, obwohl zahlreiche Regierungen ihre Volkswirtschaften im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus teilweise zum Stillstand gebracht haben und die Notenbanken mit einer neuen Geldflut gegen die Krise ankämpfen.

          Die aktuelle Entwicklung des Goldpreises erstaunt, da gleichzeitig die Nachfrage nach Bundesanleihen nachlässt. Auch sie gelten als sicherer Hafen in Zeiten steigender Risiken für den Aktienmarkt. So sind die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag gefallen. Die Umlaufrendite stieg im Gegenzug von minus 0,45 Prozent am Freitag auf minus 0,43 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

          Unter den Bundeswertpapieren gab es 57 Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 1,50 Prozentpunkten. Dem standen sechs Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 0,19 Punkten gegenüber. Die Bundesbank verkaufte per Saldo Anleihen im Wert von 0,5 Millionen Euro.

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          Der Goldpreis dagegen konnte auch umgerechnet in Euro deutlich zulegen. Hier stieg die Notierung um etwa 17 Euro auf 1513 Euro je Feinunze. Der Euro-Preis näherte sich damit wieder dem Rekordhoch, das Ende Februar bei 1561 Euro erreicht worden war.

          Außerdem zeichnete sich am Goldmarkt ein Ende der jüngsten Lieferengpässe ab. In der Schweiz haben führende Goldraffinerien am Montag ihre Produktion teilweise wieder hochgefahren. Zuvor mussten die Goldschmelzen, die ihre Standorte im Kanton Tessin an der Grenze zu Italien haben, ihre Fertigung wegen der Corona-Krise zeitweise einstellen.

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