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Beteiligung von 9 Prozent : Tesla-Chef Musk steigt bei Twitter ein

Erst Kritiker, nun Aktionär: Tesla-Chef Elon Musk beteiligt sich an Twitter. Bild: Reuters

Der Tesla-Chef hat den Kurznachrichtendienst scharf kritisiert. Jetzt kauft er einen Anteil – und wirft damit Fragen nach seinen Absichten auf.

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          Elon Musk hat für einen Paukenschlag gesorgt: Der Vorstandsvorsitzende des Elektroautoherstellers Tesla und des Raumfahrtspezialisten SpaceX ist jetzt auch Großaktionär von Twitter. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorging, hat er einen Anteil von 9,2 Prozent an der Onlineplattform gekauft. Die Nachricht sorgte für gewaltige Bewegung an der Börse: Der Aktienkurs von Twitter legte im vorbörslichen Handel um mehr als 25 Prozent zu.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die von Musk erworbenen Aktien haben gemessen am letzten Kurs einen Wert von knapp 2,9 Milliarden Dollar. Der Tesla-Chef kann sich dies ohne Schwierigkeiten leisten, er ist derzeit mit deutlichem Abstand der reichste Mensch der Welt. Im Bloomberg Billionaires Index wird sein Vermögen auf 273 Milliarden Dollar beziffert.

          Musk ist selbst ein eifriger Twitter-Nutzer und hat hier rund 80 Millionen Follower. Er fällt auf der Plattform regelmäßig mit provozierenden Äußerungen auf. Und er hat das Unternehmen zuletzt scharf kritisiert, weil es nach seiner Auffassung freie Meinungsäußerung behindere. Vor knapp zwei Wochen machte er eine Umfrage auf Twitter und fragte dabei, ob die Plattform das Prinzip der freien Meinungsäußerung befolge. Mehr als 70 Prozent der Nutzer, die abstimmten, verneinten das.

          Aktienkauf schon am 14. März

          Später twitterte Musk, er denke „ernsthaft“ über die Gründung einer eigenen Onlineplattform nach. Dass Twitter die Prinzipien der freien Meinungsäußerung nicht achte, untergrabe die Demokratie. Nun ist er aber erst einmal selbst bei Twitter eingestiegen. Wie aus der SEC-Mitteilung hervorgeht, hat er die Aktien schon am 14. März gekauft, also vor der Twitter-Umfrage. Nun stellt sich die Frage, was er als Großaktionär plant.

          Analyst Dan Ives von Wedbush Securities sagte am Montag dem Fernsehsender CNBC, er könne sich vorstellen, dass Musk versuchen wird, Twitter zu Veränderungen zu drängen. Denkbar sei auch eine Übernahme. In jedem Fall werde es Musk nicht dabei belassen, nur ein passiver Investor zu sein. „Das ist erst der Anfang.“

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