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Fintechs : Diese Einhörner bringen den Finanzsektor auf Trab

Finanzchef des wertvollsten Fintechs: William Gaybrick von Stripe auf einer Konferenz in Hongkong. Bild: Bloomberg

Überall auf der Welt entstehen neue Finanzunternehmen, deren Bewertungen in die Milliarden reichen. Für die Kunden kann das ein Segen sein, doch Privatanleger kommen oft zu spät zum Zug.

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          Einhörner sind ein Mythos, der seit Tausenden Jahren schon lebt. Schon in der Antike gab es Berichte von diesen Fabelwesen, die damals in Indien gesichtet worden sein sollen. Sie sollten laut Ktesias von Knidos wild sein, dazu auch noch stark und schnell. In letzter Zeit wurden wieder diese Einhörner gesichtet, doch in ganz anderer Form: Als Einhörner werden Unternehmen bezeichnet, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind, aber noch nicht an der Börse notiert sind. Aileen Lee vom Wagniskapitalgeber Cowboy Ventures erfand im Jahr 2013 den Begriff. Damals auf der Liste: Unter anderem die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter, insgesamt je nach genauer Definition bis zu 39 Exemplare dieser Art. Heute gibt es mehrere hundert Einhörner aus den verschiedensten Bereichen.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Besonders viel Bewegung gibt es bei den Einhörnern, die als Fintechs firmieren: Junge Unternehmen, die sich auf Dienstleistungen aus der Finanzbranche spezialisiert haben. So wurde kürzlich das amerikanische Fintech Stripe auf einen Schlag mit 35 Milliarden Dollar bewertet und war damit 13 Milliarden mehr wert, als es noch am Jahresanfang war. Zum Vergleich: Dieser Wertzuwachs entspricht der Bewertung, welche der Deutschen Bank insgesamt von der Börse zugeschrieben wird. Aktuell gibt es 51 Fintechs, die mit mehr als einer Milliarde bewertet sind, aber nicht an der Börse notiert sind. Doch woher kommt dieses plötzliche Auftreten von Einhörnern aus der Finanzbranche? Dafür gibt es vor allem zwei Gründe.

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