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Ehemalige Fed-Chefin : Yellen befürwortet Zinssenkung

  • Aktualisiert am

Hat großen Einfluss auf Wirtschaft und Finanzmärkte: die amerikanische Notenbank in Washington. Bild: Reuters

Die ehemalige Fed-Chefin Yellen befürwortet eine Zinssenkung der amerikanischen Notenbank. Das sei angemessen.

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          Die frühere Vorsitzende der amerikanischen Notenbank, Janet Yellen, befürwortet eine Senkung des Leitzinses in den Vereinigten Staaten um 25 Basispunkte. Die Weltwirtschaft schwäche sich ab und die Inflationsrate sei gesunken. Dies sei zum Teil durch die Handelskonflikte und die daraus resultierende Unsicherheit verursacht worden, sagte sie laut einer Meldung des amerikanischen Fernsehsenders CNBC am Sonntagabend auf einer Sitzung der Aspen Economic Strategy Group.

          Es wird derzeit erwartet, dass die amerikanische Notenbank am Mittwoch zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt die Zinsen trotz der jüngsten, stärkeren Wirtschaftsdaten. um einen Viertelpunkt senken wird.

          Die Inflation bleibe niedrig, doch laut Yellen zu niedrig. Die Vereinigten Staaten seien keine Insel, sondern Teil der Weltwirtschaft. Was in Europa oder Asien passiere, betreffe auch die Vereinigten Staaten. Und die amerikanische Geldpolitik beeinflusse die Bedingungen auf der ganzen Welt.

          Yellens Amtszeit war Anfang des vergangenen Jahres geendet. Während ihrer Amtszeit hatte die Fed die Zinsen im Dezember 2015 zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt erhöht. Es war der Beginn eines Bemühens, die Zinssätze wieder auf ein Niveau zu bringen, an dem die Entscheidungsträger im Fall eines Abschwungs wieder einen gewissen Spielraum hätten.

          Die erwartete Zinssenkung am Mittwoch wird als vorbeugender Schritt angesichts der wachsenden Besorgnis über die globalen Wachstumsaussichten und der Auswirkungen des anhaltenden Handelskrieges zwischen Peking und Washington angesehen.

          Yellen sagte, der Schwerpunkt der Geldpolitik solle auf der Aufrechterhaltung der Bedingungen für eine starke amerikanische Wirtschaft liegen, die auf einem Expansionspfad bleiben kann. Sie sehe eine Zinssenkung allerdings nicht als Beginn eines großen Lockerungszyklus, es sei denn, die Dinge änderten sich.

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