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Edelmetall : Der Blitz-Absturz des Goldes

Goldbarren: Zum Wochenbeginn war die Nachfrage nach dem Edelmetall nicht unbedingt hoch. Bild: Reuters

Hoffnung auf ein Ende der Krise lässt den Goldpreis in kurzer Zeit um 100 Dollar fallen. Zudem fragen Anleger sich: Ist Biden in Amerika wirklich besser fürs Gold als Trump?

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          Gold-Analysten spielen die Bedeutung der Corona-Pandemie für den Goldpreis gern mal ein bisschen herunter. Kein Sorge, ist ihre Botschaft dann, auch nach einem möglichen Ende der Corona-Pandemie wird Gold gefragt und teuer bleiben. Der Beginn dieser Woche demonstrierte das krasse Gegenteil. Schon die Nachricht über einen Impfstoff ließ den Goldpreis am Montag innerhalb kurzer Zeit um rund 100 Dollar einbrechen, ein Minus von zeitweise 5 Prozent, der stärkste Verlust seit längerer Zeit. Der Goldpreis, der im August schon mal bei fast 2070 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) gestanden hatte, fiel auf weniger als 1900 Dollar – und verblieb da auch am Dienstag nach einer gewissen Gegenbewegung.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Und das ausgerechnet, nachdem der Goldpreis am selben Tag zuvor den höchsten Stand seit September erreicht hatte. Goldhändler wie Alexander Zumpfe vom Edelmetallkonzern Heraeus sprachen von einer regelrechten „Biden-Rally“, die in der vergangenen Woche mit dem Ende der Präsidentenwahl in Amerika vor allem bei den Aktien stattgefunden habe – in deren Fahrwasser aber auch der Goldpreis zulegen konnte. Gold und Aktien steigen gleichgerichtet, gleichsam Hand in Hand: Das gibt es nicht dauernd, oft entwickeln sich beide Anlagen gegenläufig. Aber zu Beginn der Pandemie hatte man das Umgekehrte gesehen, beides fiel zunächst.

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