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Negativzins : Düstere Botschaft von der Deutschen Bank

  • -Aktualisiert am

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt Bild: EPA

Auch Deutschlands größte Bank denkt über Strafzinsen für ihre Kunden nach. Das sind schlechte Aussichten für Sparer und alle, die fürs Alter vorsorgen müssen.

          1 Min.

          Es ist schon eineinhalb Jahre her, dass der Finanzvorstand der Deutschen Bank, James von Moltke, sich auf einer Investorenkonferenz „mehr Rückenwind“ durch steigende Zinsen in Europa gewünscht hat. Wenn die Zinsen erst wieder stiegen, dann würden die Geschäfte viel besser laufen, lamentieren auch andere deutsche Banker gerne.

          Zu einer Anhebung des Zinsniveaus hat das bekanntlich noch nicht geführt; im Gegenteil nimmt die EZB inzwischen noch höhere Strafzinsen, wenn Banken ihr Geld bei ihr parken. Dass nun die größte deutsche Bank prüft, inwiefern sie diese Negativzinsen an ihre Kunden weiterreicht, dürfte ein Vorbote dafür sein, dass dieses Gift für Sparer und für die Altersvorsorge weiter um sich greifen wird.

          Dass von Moltke diesen Schritt ausgerechnet an dem Tag ankündigt, an dem eigentlich die Quartalszahlen der Bank im Fokus stehen, verwundert. Eigentlich wollte Bankchef Christian Sewing klar die Kunde ausgeben: Seht her, wir bekommen den größten Strategieschwenk seit zwei Jahrzehnten hin und tragen kaum Blessuren davon. Doch genau daran zweifeln die Anleger weiterhin. Bis auf Weiteres muss die Deutsche Bank mit viel Gegenwind leben.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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