https://www.faz.net/-gv6-8wldx

F.A.Z. exklusiv : Dreistellige Zahl an Steuersündern in Deutschland

  • Aktualisiert am

Vergangene Woche haben Strafverfolger Dependancen der Credit Suisse in Amsterdam und Paris durchsucht. Bild: Reuters

In Deutschland wird wegen des Verdachts auf Steuerbetrug gegen eine dreistellige Zahl an Kunden der Credit Suisse ermittelt. Die Schweizer Bank beteuert ihre Unschuld.

          1 Min.

          In den internationalen Ermittlungen gegen Steuersünder, bei denen es aktuell um Kunden der Schweizer Bank Credit Suisse gehen soll, ist eine dreistellige Zahl von Verdächtigen in Deutschland betroffen. Das erfuhr die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Ermittlerkreisen. Die zuständige Kölner Staatsanwaltschaft wollte das nicht kommentieren.

          Derweil setzen niederländische Steuerfahnder ihre Aktionen diese Woche fort. Dazu gehörten Wohnungsdurchsuchungen, Verhöre und anderes, hieß es vom Steuerfahndungsdienst FIOD gegenüber der F.A.Z. Der FIOD war es gewesen, der die koordinierte internationale Aktion am Freitag bekannt gemacht hatte.

          Unterdessen wehrt sich die Credit Suisse gegen die Schwarzgeld-Spekulationen. Eine Banksprecherin wies darauf hin, dass man das Europageschäft von 2011 an überprüft und die Kunden aufgefordert habe, ihre Steuerehrlichkeit nachzuweisen. „In der Folge haben wir Beziehungen mit Kunden beendet, die keinen Nachweis erbrachten, dass sie ihre Steuern bezahlt haben“, sagte sie der F.A.Z. Dies habe zu bedeutenden Abflüssen von Kundengeldern geführt.

          Vergangene Woche hatten Strafverfolger Dependancen der Credit Suisse in Amsterdam und Paris durchsucht und auch in London Gespräche mit dem Bankmanagement geführt. Deutsche Ermittlungsbehörden sind bisher offenbar nicht auf die Schweizer Bank zugegangen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Arzt hält in einem Testzentrum in Berlin das Teststäbchen für die Entnahme einer Probe bereit.

          Allensbach-Umfrage zu Corona : In Deutschland wächst die Gereiztheit

          Eine Mehrheit in Deutschland meint, Corona habe die Gesellschaft zum Schlechteren verändert. Lediglich jeder Vierte geht davon aus, dass sich 2022 das Leben wieder normalisiert. Der Anteil derjenigen, die bereit wären, gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, wächst.
          „Mehr Frauen in der Politik sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Macht von dort längst abgewandert ist“, sagt Soziologin Doris Mathilde Lucke.

          Soziologin über Kabinett : „Das sind dekorative Postenvergaben“

          Was hat die Altkanzlerin dem Feminismus gebracht? Wie wichtig ist ein paritätisch besetztes Kabinett? Und was bedeuten mehr Frauen in der Politik? Ein Interview mit der Soziologin Doris Mathilde Lucke.
          Der amerikanische Präsident Joe Biden am 24. Januar im Weißen Haus

          Ukraine-Konflikt : Biden droht Putin mit direkten Sanktionen

          Die Liste der Maßnahmen, die Washington im Falle einer russischen Invasion der Ukraine verhängen will, wird länger. Der US-Präsident hält nun auch direkt gegen Russlands Präsidenten Putin gerichtete Sanktionen für möglich.