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Wichtig für die Börse : Trump will die Quartalsberichte abschaffen

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Der amerikanische Präsident Donald Trump im August 2018 bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus Bild: Reuters

Kurzatmig ist die Börse, wird ihr oft vorgeworfen, sie achte nicht auf langfristige Werte – sondern immer nur auf die nächsten Quartalszahlen. Jetzt legt Trump die Axt an die Quartalsberichte.

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          Schafft Donald Trump die Quartalssaison ab? Was technisch klingt, könnte sich als eine der größten Änderungen an der Börse seit Jahrzehnten herausstellen. Derzeit berichten die dort gelisteten Unternehmen alle drei Monate darüber, wie viel Geld sie verdienen, wie viele Produkte sie verkauft haben und was sie für die Zukunft erwarten. Dieser „Zahlenreigen“ ist jeweils ein zentrales Ereignis für die Anlageentscheidungen rund um den Globus – davon hängt ab, wie unzählige Milliarden Dollar investiert werden.

          Ob es soweit kommt, ist noch nicht sicher. Allerdings hat der amerikanische Präsident gerade eben über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, dass er die Finanzaufsichtsbehörde SEC beauftragt habe zu prüfen, ob das geht. „Ich habe einige der Top-Wirtschaftsführer der Welt gefragt, was ihre Geschäfte (Arbeitsplätze) noch besser machen würden in den Vereinigten Staaten. ,Stoppt die quartalsweise Berichterstattung & geht über zu einem Sechs-Monate-System', sagte einer. Das würden eine größere Flexibilität ermöglichen & Geld sparen. Ich habe die SEC angefragt, das zu prüfen.“

          An den Quartalsberichten hat es immer wieder Kritik gegeben in der Vergangenheit. Als Gegenargument gegen diesen Modus wird der Vorwurf vorgebracht, dadurch würden Unternehmenslenker zu kurzsichtig entscheiden und die langfristig vorteilhafte Perspektive zu gering berücksichtigen.

          Auch Wirtschaftsgrößen wie JPMorgan-Lenker Jamie Dimon, General-Motors-Chefin Mary Barra und Großinvestoren wie Börsen-Guru Warren Buffett oder die Spitzen der riesigen Vermögensverwalter Blackrock und Vanguard sprechen sich gegen den vierteljährlichen Trubel rund um die Finanzergebnisse und Gewinnprognosen aus.

          Trumps Kontrahentin im Wahlkampf, Hillary Clinton, hatte sich ebenfalls dafür starkgemacht, dass Unternehmen seltener Zahlen vorlegen müssen. Das soll kurzfristigen Renditedruck mindern und für eine Abkehr vom schnellen Profitstreben hin zu nachhaltigem Wachstum sorgen.

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