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Neue Anleihen : Dollar-Bonds wirken attraktiv

Hellwach auch in dunklen Zeiten: Die KFW in Frankfurt Bild: dpa

Die Zeiten für Anleiheinvestoren werden besser. Mancher Emittent bietet nun schon 5 Prozent Rendite – allerdings in Dollar. Die KFW und die Deutsche Bank dagegen leihen sich noch Geld zu sehr günstigen Konditionen.

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          Tim Armbruster, der Treasurer der KfW, sprach von einem „herausfordernden und volatilen Marktumfeld“, nachdem die deutsche Staatsbank ihren bisher größten Green Bond in diesem Jahr am Dienstag platziert hatte. Dabei konnte sich Armbruster über eine „starke Unterstützung von der globalen In­vestorengemeinschaft“, sprich eine ho­he Nachfrage, freuen. Gebote für 13,6 Mil­liarden Euro lagen vor, angeboten wa­ren nur 4 Milliarden Euro, sodass die KfW die Anleihe zu einem nur kleinen Abschlag vom Nennwert verkaufen musste und die Rendite bis zur Endfälligkeit für Zeichner nun 2,123 Prozent jährlich beträgt. Bei ei­ner Inflationsrate von im Mai 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat dürfte aber auch eine Rendite von gut 2 Prozent für die meisten Privatanleger zu wenig sein. Aber die Zeiten für Anleiheinvestoren werden langsam besser.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          8 Prozent in drei Monaten, 15 Prozent Minus auf ein Jahr gerechnet, das ist die Bilanz, die viele in europäische Staatsanleihen investierende Fonds derzeit ihren Anlegern präsentieren. Der Renditeanstieg seit Februar hat im Umkehrschluss eben zu hohen Kursverlusten der schon am Markt befindlichen Anleihen geführt. Dieser Crash am Anleihemarkt hat die Gewinne der europäischen Staatsanleihefonds der letzten sieben Jahren vollständig ausradiert. Dabei ist die Zinswende in Europa ja bisher von der Europä­ischen Zentralbank nur angekündigt, aber noch nicht einmal eingeleitet. Andere Länder sind da weiter. Doch schon jetzt sprechen Marktteilnehmer am europäischen Neuemissionsmarkt von einem Käufermarkt. „Die Emittenten verschieben ihre Aktivität hin zu deutlich kürzeren Laufzeiten, müssen aber gleichzeitig höhere Prämien zahlen“, beobachten Eugen Keller und Sebastian Sachs vom Bankhaus Metzler.

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