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Digitalisierungstreiber Corona : Neue Chance

Bisher müssten Hauptversammlungen großer Konzerne wie hier Siemens in eben so großen Hallen stattfinden. Bild: dpa

Mit dem Sprung in das 21. Jahrhundert könnten Hauptversammlungen tatsächlich wieder attraktiver werden.

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          Das Coronavirus hat eine Entwicklung beschleunigt, die viele Jahre, manche sagen sogar Jahrzehnte, einfach nicht vom Fleck kam. Bisher war es in Deutschland rechtlich nicht möglich, eine Hauptversammlung komplett in das Internet zu verlagern. Die Einladung zur physischen Präsenz bei Anteilseignern war notwendig. Es hätte niemand der Einladung folgen müssen, Aktionäre mussten aber die Möglichkeit bekommen, eine HV persönlich besuchen zu können.

          Bei dem neuen Gesetz geht es nicht darum, Präsenz in Zukunft zu verbieten. Im Zuge eines aktiven Meinungsaustauschs werden Gesellschaften wahrscheinlich auch zukünftig für die Präsenzmöglichkeit sorgen wollen. Wenn es aber zukünftig möglich ist, Hauptversammlungen auch im Netz zu besuchen, dann könnte das der Diskussion nur guttun.

          Wer häufig auf Aktionärsversammlungen weilt, der weiß, wie oft es um vermeintliche Kleinigkeiten oder große Dramen von Kleinaktionären geht. Für so manchen aktivistischen Aktionärsvertreter geht es auch nur um das Heraufbeschwören einer Anfechtungsklage. Mit dem Sprung in das 21. Jahrhundert könnten Hauptversammlungen tatsächlich wieder attraktiver werden.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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