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Digitalisiertes Vermögen : Zukunft ohne Börse?

  • -Aktualisiert am

Die Zockereien mit Bitcoin haben gezeigt, welchen Wert regulierte und überwachte Märkte haben. Bild: Reuters

Die Blockchain könnte auch den Wertpapierhandel revolutionieren. Das ist vor allem für Mittler wie Börsen essentiell. Gut, wenn sie sich darauf einstellen.

          Früher wurde auf dem Börsenparkett auf Zuruf gehandelt. Heute kann jeder von seinem Rechner zu Hause Handelsaufträge an seine Bank erteilen. Und in Zukunft? Wird alles digital sein? Und ohne Bank oder Börse auskommen?

          Diese Frage ist für einige Marktteilnehmer von existentieller Bedeutung. Die Deutsche Börse tut daher gut daran, sich über Themen wie Blockchain und Token Gedanken zu machen. In Theodor Weimer hat sie einen Chef, der für das Thema aufgeschlossen ist. Der mit seinen Visionen über Token auf die Abschlussklasse der Frankfurt School of Finance sogar weit über die bisher denkbaren Anwendungen auf Immobilien oder Kunst hinausgeht.

          Es spricht viel dafür, dass auch in einer neuen Welt, in der Vermögenswerte ohne Bank und Börsen den Besitzer wechseln können, noch immer Börsen gebraucht werden, die Token emittieren, Regeln festlegen, den Handel überwachen und die Token rechtssicher verwahren. Die Zockereien mit Bitcoin haben gezeigt, welchen Wert regulierte und überwachte Märkte haben. Früh über Kooperationen wie nun die Deutsche Börse in neue Märkte einzusteigen und sie rechtssicher zu gestalten ist Zukunftsvorsorge im besten Sinne.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

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