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Betriebsabläufe : Ganz schön agil

  • -Aktualisiert am

Blick vom Eisernen Steg auf die Skyline Frankfurts Bild: Marina Pepaj

Um die Digitalisierung voranzutreiben, legen immer mehr Banken ihre Organisationseinheiten zusammen. Das klingt gut – birgt aber auch Risiken.

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          Um die Digitalisierung ihrer Betriebsabläufe voranzutreiben, haben Banken wie die holländische ING und die Commerzbank schon die ganze Organisationsstruktur in ihrer Zentrale umgestellt. Produkt- und IT-Fachleute sollen dort jetzt gemeinsam (das Modewort heißt: agil) in kleinen Teams zusammenarbeiten. Ohne die bisher üblichen vielen Schleifen zwischen den Abteilungen sollen sie schneller digitale Prozesse entwickeln und gemeinsam Verantwortung sowohl für die Entwicklung als auch für Wartung und Betrieb der IT tragen.

          Das hört sich gut an, und auch die Deutsche Bank unter ihrem neuen IT-Vorstand Bernd Leukert biegt anscheinend ein Stück weit in diesen Weg ein. Allerdings besteht eben auch die Gefahr, dass sich diese gemischten Teams verselbständigen, zu Silos werden und ein Wildwuchs an IT-Systemen entsteht. Die Deutsche Bank mit ihren vielen Dutzend Betriebssystemen ist hier ein gebranntes Kind.

          Ja, Banken sollten ihre Dienstleistungen erst standardisieren und dann automatisieren. Für die Entscheidung, welche Bausteine etwa für das Girokonto noch benötigt werden und welche Extrawünsche den Kunden künftig nicht mehr angeboten werden, braucht es aber über den gemischten, agilen Teams eine starke, zentrale Führung. Leukert wirkt entschlossen, diese auszuüben und den Teams nicht zu viel Macht zu geben.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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