https://www.faz.net/-gv6-a80ja

Zukunft der Währung : Das digitale Geld rückt immer näher

Kommt es zum Kollaps der Cyberwährung Bitcoin? Bild: EPA

Die Notenbanken verstärken ihre Arbeit für die Einführung elektronischer Zahlungsmittel, denn die Konkurrenz durch private Anbieter steigt. Die BIZ als Bank der Zentralbanken warnt indes vor einem Bitcoin-Kollaps.

          3 Min.

          Die Notenbank der Bahamas darf sich als Speerspitze einer geldpolitischen Innovation betrachten. Sie ist die erste Zentralbank der Welt, die ein digitales Zentralbankgeld eingeführt hat. Starttermin war der 20. Oktober 2020. Seitdem wird das elektronische Zahlungsmittel in dem südöstlich Floridas gelegenen Inselstaat vertrieben. Die Bedeutung für die Devisenmärkte hält sich in Grenzen, denn das digitale Geld mit dem Namen „Sand Dollar“ richtet sich nur an die knapp 400.000 Einwohner der Bahamas. Sie sollen im ersten Quartal mit den neuen Zahlungsmittel ausgestattet werden, indem die Geschäftsbanken den „Sand Dollar“ auf ihren Smartphone-Apps integrieren. Ziel ist der Anschluss der Bevölkerung in den teils abgelegenen Inseln an die Banken- und Finanzinfrastruktur.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch Kambodscha hat nun ein auf der Blockchain-Technologie beruhendes Zahlungssystem mit dem Namen „Bakong“ eingeführt, das der Bevölkerung einen größeren Zugang zu Finanzdienstleistungen öffnen soll. Es handelt sich hier eher um eine Vorstufe zu digitalem Zentralbankgeld, weil hier Einlagen bei Geschäftsbanken in digitale Wertgutschriften (Token) umgewandelt werden. Wichtige Notenbanken wie die amerikanische Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank (EZB) werden dies alles mit größtem Interesse verfolgen. Denn sie arbeiten eifrig an einem digitalen Zentralbankgeld.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.
          Ein Frachtschiff unter maltesischer Flagge krachte vor drei Jahren in eine Gebäudefront am Ufer der vielbefahrenen Wasserstraße des Bosporus.

          Kanal zum Schwarzen Meer : Erdogans doppelter Bosporus

          Der türkische Präsident Erdogan drückt beim Bau eines neuen Kanals zum Schwarzen Meer aufs Tempo. Aber nicht nur Admirale, auch Umweltschützer sind alarmiert.
          So sieht der EQS aus.

          Der neue EQS : 770 Kilometer soll er schaffen

          Der EQS ist die elektrische Version der S-Klasse und gleichzeitig deren Konkurrent. Mit beiden will Daimler dicke Margen einfahren.