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Security Token : Investoren brauchen noch Rechtssicherheit

Vorreiter Liechtenstein: Das Land hat – im Gegensatz zu den meisten Staaten – bereits ein Regelwerk für die Token-Wirtschaft aufgestellt. Bild: Keystone Schweiz/laif

Die Erwartungen an die Digitalisierung von Wertpapieren sind hoch. Doch auch wenn viele mit der Entwicklung zufrieden sind, gibt es noch viel zu tun – vor allem für den Gesetzgeber.

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          Auch wenn das Geschäft mit digitalen Vermögenswert-Nachweisen, sogenannten Security Token, aktuell noch in den Kinderschuhen steckt, wird dieser Innovation eine große Zukunft prophezeit. Doch für einen Durchbruch muss noch eine ganze Reihe von Hindernissen überwunden werden. Jens Siebert, Vorstand von Kapilendo, einer Plattform für Mittelstandsfinanzierung, die selbst schon eine Anleihe in Token-Form auf den Markt gebracht hat, zeigt sich fast schon überraschend zurückhaltend, obwohl er die Kostenvorteile der Token durchaus zu schätzen weiß.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das verbriefte Geschäft werde es noch lange geben, meint Siebert, denn die Branche müsse sich zunächst noch weiterentwickeln. Ein Problem der bisherigen Emissionen sei häufig die Fokussierung auf die Technik selbst gewesen. Das sei aber nicht zielführend, denn darum gehe es weder Anlegern noch Emittenten. „Rückfragen zur Blockchain und eingesetzten Technologien erhalten wir von den Emittenten tatsächlich weniger. Viel wichtiger sind Regulatorik, Konditionen und Volumina. Und für die Anleger zählt am Ende ein risikogerechter Zins.“

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