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Investitionsalternative : Finanzriese Blackrock setzt erstmals auf Bitcoin

  • Aktualisiert am

Münzen als Symbole für die Kryptowährungen Bitcoin, Ether, Ripple und Cardano Bild: EPA

Die weltgrößte Vermögensverwaltung ermöglicht laut einem Medienbericht für zwei ihrer Fonds die Investition in Bitcoin-Derivate. Das signalisiert einen deutlichen Sinneswandel gegenüber Kryptowährungen.

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          Die Vermögensverwaltung Blackrock baut das Thema Kryptowährungen in zwei ihrer zahllosen Fonds ein. Für die Kunden des internationalen Finanzkonzerns ist das eine Premiere. Dabei werden Future-Kontrakte auf die Digitalwährung Bitcoin in den Kreis der investierbaren Vermögenswerte aufgenommen. Wie der Finanznachrichtendienst Bloomberg mitteilte, habe Blackrock die Wertpapierprospekte der beiden betroffenen Fonds entsprechend aktualisiert.

          Demnach sind am Mittwoch aktualisierte Prospekte der beiden Blackrock-Fonds namens Strategic Income Opportunities und Global Allocation Fund auf der Webseite der amerikanischen Börsenaufsicht SEC erschienen. Das Unternehmen wollte das laut dem Bloomberg-Bericht nicht kommentieren.

          Die von Blackrock einbezogenen Bitcoin-Futures können in Cash abgewickelt werden. Das bedeutet, dass der zugrunde liegende Vermögenswert nicht geliefert werden muss. Blackrock hat sich also offenbar für eine indirekte Abbildung der Bitcoin-Entwicklung über Derivate entschieden.

          Bitcoin gegenüber offener geworden

          Trotzdem ist darin ein neues Signal zu erkennen, den Bitcoin als Investitionsalternative auszuloten. Blackrock-Chef Larry Fink hatte 2018 noch gesagt, dass die Kunden der weltgrößten Vermögensverwaltung nicht daran interessiert seien, Kryptowährungen zu besitzen.

          Doch neuerdings sind Verantwortliche in der Finanzbranche offener gegenüber Bitcoin & Co. geworden. Im vergangenen Jahr hatte Blackrock-Manager Rick Rieder laut Bloomberg gesagt, dass eine deutliche Nachfrage nach Bitcoin zu erkennen sei und die Digitalwährung sich für lange Zeit als Vermögenswert etablieren werde.

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          Zuletzt hatte der Bitcoin vor allem durch rasante Kurssteigerungen für Aufmerksamkeit gesorgt und im Januar sogar die Marke von 40.000 Dollar durchbrochen. Dann gab der Kurs jedoch deutlich nach – auf zuletzt unter 33.000 Dollar. Obwohl sich der Bitcoin nicht nur als Wertspeicher eignet, sondern auch als digitales Zahlungsmittel, dient er aus Sicht vieler Anleger wegen der starken Kursschwankungen vor allem als Spekulationsobjekt.

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