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Alternative zum Bargeld : Mit Girocard werden zwei Drittel kontaktlos bezahlt

Die Deutschen bezahlen immer mehr kontaktlos mit der Karte. Bild: obs

Die Girocard ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Debitkarte. Umsatz und Zahl der Transaktionen haben im ersten Halbjahr weiter zugenommen.

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          Die Girocard hat im ersten Halbjahr ihre führende Position als elektronisches Bezahlinstrument in Deutschland bestätigt. Wie die dafür zuständige Betreibergesellschaft Euro Kartensysteme mitteilte, stieg die Zahl der Bezahlvorgänge in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 2,7 Milliarden. Der Umsatz erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 114 Milliarden Euro.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Deutsche Banken und Sparkassen haben rund 100 Millionen Girocards ausgegeben, womit es sich um die wichtigste Debitkarte hierzulande handelt. Diese wird immer stärker auch zum kontaktlosen Zahlen eingesetzt. Im ersten Halbjahr waren nach Angaben der Betreibergesellschaft fast zwei Drittel aller Girocard-Zahlungen kontaktlos. Zwölf Monate zuvor lag der Anteil bei 46 Prozent.

          Das kontaktlose Zahlen kann mit der Girocard oder in digitaler Form mit­hilfe von Apple Pay auch über das Smartphone erfolgen. Als Katalysator habe die Pandemie einen weiteren deutlichen Schub für die besonders schnelle und hygienische kontaktlose Zahlung gebracht, begründete Euro Kartensysteme das Wachstum.

          Der Durchschnittsbetrag für alle Girocard-Zahlungen ging leicht auf 42,07 Euro zurück. Die Betreibergesellschaft wertet dies als Beleg, dass das Bezahlen mit der Girocard im Alltag ab­solut normal geworden sei – unabhängig vom Betrag. Der Durchschnittsbon für das kontaktlose Zahlen erhöhte sich gleichzeitig auf 36,81 Euro.

          Immer beliebter wird dabei die digitale Girocard, von denen inzwischen Banken und Sparkassen vier Millionen ausgegeben haben. Die digitale Karte ermöglicht zum Beispiel über Apple Pay das kontaktlose Bezahlen per Smartphone. Die Zahl neu ausgestellter digitaler Girocards liegt nach Angaben von Euro Kartensysteme monatlich der­­zeit im sechsstelligen Bereich. Auch hier könne die Pandemie als Katalysator betrachtet werden. Seit dem 13. Juli können Sparkassen-Kunden die Girocard über Apple Pay auch im Internet einsetzen. Die gute Entwicklung der Girocard führt die Betreibergesellschaft auf die Verfügbarkeit im Handel zurück. So gab es Ende Juni rund 922 000 aktive Terminals, ein Plus von 6,8 Prozent ge­genüber dem Vorjahr.

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