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Tesla-Chef : Musk gibt Bitcoin wieder Aufwind

  • Aktualisiert am

Tesla-Chef Elon Musk steht vergangenen September auf der Baustelle der Tesla Gigafactory in Brandenburg. Bild: Patrick Pleul/dpa

Tesla-Chef Elon Musk deutet in einem Tweet an, Bitcoin sei als Zahlungsmittel für Tesla noch nicht gestorben. Prompt schießen Kryptowährungen in die Höhe.

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          Tesla-Chef Elon Musk sorgt via Twitter abermals für Bewegung bei den Kryptowährungen. Bitcoin legte am Sonntag um 9,8 Prozent auf 39.035 Dollar zu und liegt damit um mehr als 40 Prozent über dem Jahrestief von 27.734 Dollar am 4. Januar. Die Digitalwährung Ether kletterte um sieben Prozent auf 2.532,77 Dollar.

          Musk hatte zuvor angekündigt, Tesla werde Bitcoin unter Bedingungen wieder als Zahlungsmittel akzeptieren. Wenn sich zeige, dass bei der Bitcoin-Herstellung ein angemessener Anteil von etwa 50 Prozent erneuerbarer Energien genutzt werde und es dabei zudem einen positiven Trend in diese Richtung gebe, werde Tesla auch wieder Bitcoin-Transaktionen erlauben, twitterte Musk am Sonntagabend.

          Bitcoin werden durch komplexe Rechenaufgaben auf Computern erzeugt. Dabei werden große Mengen Strom verbraucht. Umweltschützer kritisieren die Digitalwährung deshalb als Klimakiller.

          Hin und her seit März

          Musk hatte im März erklärt, Tesla werde seine Autos künftig auch gegen Bitcoin verkaufen. Im Mai hatte er eine Kehrtwende vollzogen und dies mit Klimabedenken begründet. Musk twitterte am Sonntagabend zudem, Tesla habe etwa zehn Prozent seines Bitcoin-Bestands verkauft, „um zu bestätigen, dass Bitcoin einfach liquidiert werden kann, ohne den Markt zu bewegen“.

          Musk antwortete mit seinem Tweet auf einen Beitrag des Internet-Dienstes „Cointelegraph“, den er mit den Worten „Das trifft nicht zu“ zurückwies. Dort wurde ein Interview mit der Chefin des Finanzdienstleisters Sygnia, Magda Wierzycka, wiedergegeben. „Was wir bei Bitcoin gesehen haben, ist die Preismanipulation durch eine sehr mächtige und einflussreiche Person“, sagte Wierzycka dort. Bei Bitcoin habe es Marktschwankungen gegeben, die sie „als Marktmanipulation durch Elon Musk“ bezeichnen würde. Wenn dies einem börsennotierten Unternehmen passiere, würde es von der US-Börsenaufsicht untersucht und streng bestraft. Musk habe den Preis von Bitcoin wissentlich in die Höhe getrieben, indem er unter anderem Tweets geschrieben habe, in denen er erwähnt habe, dass Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft habe, so die Sygnia-Chefin. Einen großen Teil davon habe er dann auf dem Höhepunkt des Bitcoin-Preises verkauft.

          Musk steht seit Monaten bei manchen Marktbeobachtern in der Kritik. Sie werfen ihm vor, mit teils einfachen Tweets den Bitcoin-Kurs zu beeinträchtigen und sich oder Tesla dadurch die Möglichkeit finanzieller Vorteile zu verschaffen. Musk hat bei Twitter rund 57 Millionen Follower. Sollten sich nur ein Teil von ihnen bei Musks Bitcoin-Tweets entsprechend in der Kryptowährung engagieren, kann das den Kurs deutlich bewegen.

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