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Digitales Bezahlen : Sparkassen kaufen Anbieter für Online-Zahlungen

  • Aktualisiert am

Die Sparkasse will ein eigenes Online-Bezahlsystem entwickeln. Bild: dapd

Die Sparkassen haben den Online-Zahlungsdienstleister Payone übernommen. Damit wollen sie groß ins Geschäft mit dem digitalen Bezahlen einsteigen.

          Der Deutsche Sparkassenverlag (DSV) hat 80 Prozent am Kieler Online-Zahlungsdienstleister Payone übernommen. Die Sparkassen wollen zum 1. Januar 80 Prozent der Anteile des jungen Unternehmens zukaufen. Die geschäftsführenden Gesellschafter von Payone, Jan Kanieß (33) und Carl Frederic Zitscher (31), sollen das Unternehmen aber weiter führen und jeweils 10 Prozent Beteiligung behalten.

          Mit der Übernahme von Payone wollen die Sparkassen vor allem Geschäftskunden einen besseren Service anbieten. Ladenbesitzer, die die Kartenzahlungen ihrer Kunden mit dem Sparkassen-Service B+S Card abwickeln, könnten so zukünftig Kontoführung, Online- und Kartenzahlungssystem aus einer Hand bekommen.

          Ursprünglich wollten die Sparkassen in einem Gemeinschaftsprojekt mit anderen deutschen Großbanken ein eigenes digitales Bezahlsystem schaffen, das eine Alternative zu Bezahl-Anbietern wie Paypal und Apple Pay bieten sollte. Doch im August haben sie die Kooperation aufgekündigt und gehen nun mit der Übernahme von Payone eigene Wege.

          Payone ist neben Wirecard und Ogone einer der größten Anbieter für Online-Zahlungen am deutschen Markt. Das Unternehmen betreut rund 2500 Kunden, zu denen etwa Zalando, Sony Music und Hallhuber zählen. Damit erzielt Payone ein Transaktionsvolumen von 3 Milliarden Euro pro Jahr. Geld verdient der Zahlungsanbieter, indem er pro Transaktion einen Cent-Betrag als Gebühr einbehält. Für 2014 erwartet Geschäftsführer Zitscher einen Umsatz von 8 Millionen Euro, in den vergangenen Jahren habe man immer eine zweistellige Rendite erzielt.

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