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Echtzeitzahlung : Endlich in Sekunden bezahlen

In nur zehn Sekunden soll das Geld von einem Konto auf dem anderen sein. Bild: Niklas Grapatin

Es dauert oft Tage, Geld zu überweisen. Dass es auch binnen Sekunden geht, wollen jetzt die Sparkassen beweisen. Für den Verbraucher könnte es zunächst jedoch noch einen Haken geben.

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          Eine neue Ära hat begonnen, aber kaum jemand hat es gemerkt. Seit vergangenem November können Bankkunden in Sekundenschnelle Geld überweisen oder erhalten – zumindest theoretisch. Praktisch sind es hierzulande bisher nur die zwei Millionen Kontobesitzer der HypoVereinsbank, die nicht mehr einen Tag oder länger darauf warten müssen, bis ihre Überweisungen bearbeitet sind. Dass Geld binnen zehn Sekunden von einem Konto auf einem anderen landet, könnte einen Umbruch im Zahlungsverkehr bedeuten: Die übliche Sepa-Überweisung, ob im Online-Banking oder auf Papier, wird verschwinden, der sogenannten Echtzeitzahlung gehört die Zukunft.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wie gut Echtzeitzahlungen angenommen werden, das könnte sich sehr bald zeigen. Denn vom 10. Juli an werden 40 Millionen Sparkassen-Kunden rund um die Uhr Geldbeträge untereinander oder zu Händlern transferieren können. „Die Menschen sollen den Zahlungsverkehr nicht als Hürde empfinden“, hat Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, als Motiv genannt. Andere Banken lassen sich mehr Zeit mit der Einführung von Turbo-Überweisungen und vertrösten ihre Kunden zum Teil bis ins nächste Jahr hinein.

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