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Online bezahlen : Paydirekt gewinnt neue Händler

Paydirekt holt durch Kundengewinnung weiter auf. Bild: F.A.Z.

Mit der Deutschen Post hat der Zahlungsdienstleister Paydirekt einen wichtigen Kunden gewonnen. An Paypal kommt das Unternehmen der Banken und Sparkassen allerdings nicht heran.

          Kommt der deutsche Online-Zahlungsdienstleister Paydirekt vielleicht doch noch in Fahrt? Das gemeinschaftliche Unternehmen der deutschen Kreditwirtschaft verkündete am Mittwoch, zwölf neue Händler mit einem Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Euro im Online-Handel gewonnen zu haben.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Bekanntester Name darunter ist wohl der Internetshop der Deutschen Post. Auch die Modehäuser Adler sowie mehrere kleine Unternehmen gehören zu den neuen Kunden. Die Drogeriekette DM soll demnach planen, an Paydirekt bald teilzunehmen. Spätestens zum Weihnachtsgeschäft soll sie angeschlossen sein.

          Paydirekt kann Paypal nicht das Wasser reichen

          Dass die Deutsche Post erst jetzt dem Projekt beitritt, obwohl man ja selbst die Filialen der Postbank beherbergt, ist sinnbildlich für die Schwierigkeiten von Paydirekt. Denn obwohl die Postbank Paydirekt unterstützt, hat man es erst jetzt geschafft, auch die Post für den Zahldienst zu gewinnen. Das immer noch sehr überschaubare Angebot an Händlern gilt daher noch immer als die große Schwäche von Paydirekt, wie diese Zeitung bereits am 13. August berichtete.

          Die deutsche Kreditwirtschaft startete mit Paydirekt erst vor einem Jahr und war damit für viele Händler für das Weihnachtsgeschäft schon zu spät dran. Die Sparkassen traten erst dieses Frühjahr bei.

          Der Abstand zum Mitbewerber Paypal bleibt dementsprechend auch riesig. Mit 160 Händlern reicht man an die 50.000 an Paypal angeschlossenen Online-Geschäfte lange nicht heran.

          Auch die Zahl von 600.000 Kunden gegenüber 17,2 Millionen Konten des Branchenriesen Paypal liest sich mickrig, auch wenn Paydirekt jede Woche um eine fünfstellige Nutzerzahl wachsen soll. Ab Herbst möchte man verstärkt um Kunden werben, damit man im Weihnachtsgeschäft ein bedeutender Anbieter ist.

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