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Bitcoin : Höhenflug gestoppt

Was ist der Bitcoin wirklich wert? Bild: Reuters

Der Höhenflug der Krypto-Anlage scheint am Donnerstag erst einmal gestoppt zu sein. Was für eine stabile Kursentwicklung fehlt, ist ein fundamentaler Wert.

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          Es kam wie es kommen musste: Nachdem es der Krypto-Anklage Bitcoin am Mittwoch nicht gelang, das Rekordhoch des Jahres 2017 zu übertreffen, brach der Kurs im wichtigen asiatischen Handel in der Nacht zum Donnerstag um mehr als 1000 Dollar ein. Aktuell wird die älteste und wichtigste Cyber-Anlage mit rund 17.850 Dollar gehandelt. Am Mittwoch hatte sie ein Drei-Jahres-Hoch von 19.510 Dollar markiert und war damit nur noch rund 2,5  Prozent von ihrem Rekordhoch entfernt. Angesichts sehr hoher Handelsvolumina an den Börsen sei es nicht überraschend, dass es nach dem Abprallen am Allzeithoch zu einer solchen raschen Korrektur komme, sagte Justin d’Anethan vom Beratungshaus  Diginex.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Den Kurs getrieben hatten zuvor Erwartungen, dass die Kaufmöglichkeit über Bezahl-Anwendungen wie Cash und Paypal für einen Engpass sorgen würden sowie auf größere Verwendung als Zahlungsmittel und nicht zuletzt eine strategische Prognose der Bank JP Morgan, die Bitcoin alks Gold-Ersatz für Jüngere sieht.

          Skeptiker hatten dagegen vor allem emotionale Faktoren am Werk gesehen. FOMO, die Angst etwas zu verpassen, wurde genannt. Andere prognostizierten gar einen bevorstehenden Ausverkauf, weil das immer so sei, wenn die mediale Aufmerksamkeit steige.

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          Ob die Skeptiker nun recht behalten oder ob es sich nur um eine allfällige Korrektur handelt, ist noch nicht ausgemacht. Aber der Bitcoin-Handel erscheint wie die Aktienbörse im Brennglas. Steilen Anstiegen folgen deutliche Kurseinbrüche, nur in noch größerer Geschwindigkeit. Das dürfte zum einen daran liegen, dass die Zahl der Handelnden und das bewegte Volumen vergleichsweise gering sind. Damit haben kleine Bewegungen größere Auswirkungen.

          Zum anderen gibt es für Bitcoin keine oder nur sehr unbedeutende fundamentale Faktoren, weil die oft als Währung bezeichnete Krypto-Anlage keine Währung ist, weil ihr  die Universalität als Zahlungsmittel fehlt und ihr angesichts der enormen Kursschwankungen auch keine echte Wertaufbewahrungsfunktion zukommt. Dadurch fehlt es ihr an Substanz. Getrieben wird sie von Spekulationen um Substanzgewinn oder -verlust, also letztlich einem extremen Pendeln zwischen Werthaltigkeit und -losigkeit. Das macht den Kurs zwangsläufig volatil, solange darüber nicht entschieden ist.

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