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Kryptowährungen : Wenn Titan und Iron bricht

Im geheimnisvollen Krypto-Dschungel lauert auch manches Unheil. Bild: Bloomberg

Das Misstrauen gegenüber Kryptowährungen ist so alt wie diese selbst. Besicherte „Stablecoins“ sollten dies ändern. Auch die kontrollwütige Regierung in Peking geht gegen die Digitalwährung vor.

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          Diese Woche fing für Kryptoanlagen wirklich nicht gut an. Am Montag fiel der Bitcoin-Kurs schon um knapp 7 Prozent, am Dienstagnachmittag rutschte er erstmals seit Neujahr wieder unter die Marke von 30.000 Dollar. Damit fiel der Kurs nach längerem Ringen unter die vormals solide Unterstützungsmarke,  der Weg in Richtung 20.000 Dollar offen. Schon am Montag gab es Diskussionen  um ein charttechnisches „Todeskreuz“, bei dem der gleitende 50-Tage-Durchschnitt der Kursentwicklung unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt. Umstritten war nur dessen Signifikanz.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          In der Nacht zum Mittwoch aber erholte sich Bitcoin rasch und handelt aktuell wieder über der Marke von 34.000 Dollar - einmal mehr ohne ersichtlichen Anlass. Bitcoin und viele andere Kryptoanlagen weisen nur wenig fundamentale Faktoren zur Wertbestimmung auf, daher ist die Markttechnik hier um so wichtiger. Trotz der Erholung ist nichs ausgestanden, meinen Experten. Jeder Fall unter 30.000 Dollar werde Anleger, die auf das Momentum der Kryptoanlage setzten, aufgeben lassen, sagte etwa Matt Maley, Chefmarktstratege von Miller Tabak. Die Stimmung der Anleger verschlechtere sich, konstatierte auch Nick Mancini, Analyst bei Trade The Chain, die das Sentiment im Kryptohandel untersuchen.

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