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Kryptowährungen : Bitcoin-Kurs steigt um mehr als 20 Prozent

  • Aktualisiert am

Krypto-Anlagen wie der Bitcoin verzeichnen wieder Kursgewinne. Bild: Reuters

Der Bitcoin-Kurs schnellt binnen einer Stunde um mehr als ein Fünftel nach oben und genauso schnell wieder zurück. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen.

          Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist am Dienstag binnen rund einer Stunde um mehr als ein Fünftel nach oben geschnellt. Auf der Handelsplattform Bitstamp erreichte der Preis für einen Bitcoin am Morgen 5080 US-Dollar. Er war damit so wertvoll wie seit vergangenen November nicht mehr. Allerdings fiel der Preis ebenso rasch wieder stark zurück. Zuletzt kostete ein Bitcoin noch rund 4700 Dollar.

          In den vergangenen drei Monaten hatte sich der Bitcoin dagegen nur vergleichsweise wenig bewegt. Bis zum aktuellen Kurssprung wurde die Digitalwährung in der Spanne von etwa 3300 Dollar bis etwas über 4000 Dollar gehandelt.

          Händler konnten keine klare Ursache für die plötzliche Kursrallye am Markt für Digitalwährungen nennen. Denn neben Bitcoin legten auch die Kurse andere Kryptowährungen wie Ether oder Ripple in kurzer Zeit ungewöhnlich stark zu.

          Geringes Handelsvolumen

          Nach wie vor sei das Handelsvolumen an den Märkten für Digitalwährungen vergleichsweise gering, sagte Experte Jehan Chu von der Beratungsfirma Kenetic Capital. Das macht starke plötzliche Kursbewegungen leichter möglich. Außerdem werde der Handel immer noch durch eine gewisse Überschwänglichkeit geprägt.

          Andere Marktteilnehmer mutmaßen, der Kursanstieg könne etwas mit einem sogenannten Blockchain-Event zu tun haben, das diese Woche im koreanischen Seoul stattfindet. Das jährliche Blockchain-Forum hatte 2018 zu einem Preisanstieg von 30 Prozent geführt, der Kurs war aber innerhalb von zwei Monaten auf das alte Niveau zurückgefallen.

          Nach Einschätzung des Marktexperten Timo Emden könnte der Kurssprung weitere Marktteilnehmer zu Anschlusskäufen animieren. „Die Eroberung neuer Jahreshoch dürfte mit gespaltenen Gefühlen gesehen werden, da die Sorgenliste weiterhin lang bleibt“, erklärte Emden.

          Geldwäsche als Problem

          Zuletzt war Mitte März der ehemalige Chef der insolventen Bitcoin-Tauschbörse Mt.Gox in Japan wegen Dokumentenfälschung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Mt.Gox zählte zeitweise zu den größten Handelsplätzen für Bitcoins.

          Das Regulierungs-Start-up Coinfirm kam jüngst in einer Studie zu dem Ergebnis, dass weit mehr als die Hälfte der Handelsplattformen über keine oder keine umfassenden Regulierungsrichtlinien verfügt. 74 Prozent weisen Mängel im Kampf gegen Geldwäsche auf. Sie operierten in rechtlichen Grauzonen.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Trotz des massiven Kurssprungs ist der Bitcoin noch weit von seinem Rekordhoch von Ende 2017 entfernt. Damals war der Kurs der Digitalwährung auf Bitstamp bis auf 19.666 Dollar gestiegen.

          Die Grundidee der 2009 zu Zeiten der Finanzkrise gestarteten Bitcoins ist ein weitgehend anonymer Zahlungsverkehr, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Fehlende Regulierung sorgt allerdings auch für erhebliche Risiken. Bitcoins werden durch komplexe Rechenprozesse am Computer erzeugt.

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