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Kraken-Gründer Jesse Powell : „Bitcoin steigt auf eine Million Dollar“

Bitcoin, wohin das Auge blickt. Bild: Reuters

Jesse Powell hat früh in Bitcoin investiert und eine Börse für Kryptowährungen aufgebaut. Hier erzählt er, warum der Hype für ihn noch lange nicht zu Ende ist.

          5 Min.

          Herr Powell, vor zehn Jahren haben Sie eine der ersten Börsen für Kryptowährungen gegründet. Wie sind Sie auf diesen verrückten Gedanken gekommen?

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das mag aus heutiger Perspektive tatsächlich ein wenig verrückt klingen. Damals waren Bitcoin und andere Digitalwährungen ja eher ein Nischenthema. Mir gehörte 2011 ein Unternehmen, das sich auf den Verkauf virtueller Güter in Online-Computerspielen spezialisiert hatte – zum Beispiel bei „World of Warcraft“. Da konnte man sich als Spieler mit unserer Hilfe eine bessere Ausrüstung kaufen. In diesem Geschäft hatten wir ständig Pro­bleme mit den Zahlungen aus aller Welt: Manchmal verkauften wir virtuelle Ausrüstungen im Gegenwert von 25 Cent, die Mindestkreditkartengebühr aber betrug 35 Cent. An solchen Transaktionen verdienten wir also nichts. Dann schickten uns viele Jugendliche die Zahlungen tatsächlich bar und per Post, oft rissen die Münzen Löcher in die Briefumschläge. Da merkte ich, dass wir dies anders lösen mussten. Und plötzlich kam mir eine eigene Kryptobörse in den Sinn.

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