https://www.faz.net/-gv6-af3ym

Geldpolitik : Wer braucht den digitalen Euro?

In voraussichtlich fünf Jahren soll der digitale Euro kommen. Was hat das für Folgen? Bild: dpa

Der digitale Euro spielt in den Gedanken der Verbraucher derzeit keine Rolle. Die Banken fürchten um Teile ihres Geschäfts. Die EZB treibt ihn trotzdem voran. Warum?

          3 Min.

          Fünf Jahre hat sich die Europäische Zentralbank (EZB) Zeit gegeben, um den digitalen Euro zu entwickeln – eine europaweit einheitliche Digitalwährung, die von der Zentralbank ausgegeben wird und deshalb in Krisen besonders sicher sein soll. Doch die Debatte um Europas neues Digitalgeld reißt auch nach dem positiven Grundsatzbeschluss der Notenbank vom 14. Juli nicht ab. Dazu trägt auch bei, dass fast alle Details der Ausgestaltung offiziell vollkommen offen sind – und viele Akteure versuchen, die Entwicklung zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Die Bürger brauchen den digitalen Euro aktuell in ihrem Leben nicht“, war die etwas provozierende These von Sören Hettler, Analyst der DZ Bank, auf einem Symposium der Bank zum Digitaleuro mit unterschiedlichen Fachleuten am Mittwoch. Die Bürger hätten das Bargeld zu Verfügung, an dem gerade viele Deutsche noch hingen, und sie hätten die Kartenzahlung, die komfortabel sei und für Online-Shopping gut funktioniere. Wozu brauchten sie da einen digitalen Euro?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schwerer Gang: Anton Schlecker (Mitte) mit seinen Kindern Meike und Lars im Jahr 2017

          Schlecker-Insolvenz : Der tiefe Fall des Anton Schlecker

          Vor zehn Jahren ging Europas größte Drogeriekette unter. Der schwäbische Patriarch verlor sein Lebenswerk. Ein Lehrstück über Beratungsresistenz, das wohl noch nicht zu Ende ist.
          Schwieriger Besuch: Baerbock bei Lawrow im russischen Außenministerium

          Baerbock bei Lawrow : Frostige Begegnung in Moskau

          Annalena Baerbocks Treffen mit Russlands Außenminister verläuft höflich, aber angespannt. Die beiden tragen einander in erster Linie lange Listen an Differenzen vor. Und Lawrow ist gewohnt listig.