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Kartenzahlung nicht möglich : Warum hängen so viele Gastronomen am Bargeld?

  • -Aktualisiert am

Reges Treiben von Besuchern in der Frankfurter Innenstadt. Bezahlen lässt sich der Apfelwein oder das Eis mit vielen Möglichkeiten. Bild: Nerea Lakuntza

Bargeld wurde in der Pandemie unbeliebter. Doch längst nicht jedes Café bietet Kartenzahlung an, obwohl die Vorteile zu überwiegen scheinen. Sollte man im zweiten Corona-Sommer nicht schon ein wenig weiter sein?

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          Für den dritten Drink mit der Kollegin reichte das Geld nicht mehr. Das war die Erkenntnis an einem der bislang wenigen warmen Sommerabende in diesem Jahr. Denn in der kleinen Bar am Frankfurter Grüngürtel, wo man so schön draußen saß, konnte man nur in bar zahlen. Im Portemonnaie fanden sich auch zusammengelegt nicht mehr genug Scheine. Nun ist es für einen Abend unter der Woche vermutlich besser, wenn es mit dem dritten alkoholischen Getränk nicht klappt. Wer aber mittags schnell zum Imbiss will oder beim Bäcker ein Brötchen holen möchte und dann feststellt, dass er nicht genug Münzen dabeihat und andere Zahlungswege ausgeschlossen sind, der fragt sich mitunter: Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass die Möglichkeit, mit Karte zu zahlen, in Deutschland einem Lotteriespiel gleicht? Sollte man im zweiten Pandemie-Sommer nicht schon ein wenig weiter sein?

          Kim Maurus
          Volontärin.

          Die Berichte übers kontaktlose Bezahlen mehren sich. Es geht meist schneller, einfacher und ist auch hygienischer, was in der Pandemie zum wichtigsten Argument fürs Zahlen ohne haptische Scheine und Münzen wurde. Einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Bundesbank zufolge haben mehr als 20 Prozent der Deutschen erstmals während der Pandemie kontaktlos bezahlt. Unter den jüngeren Menschen bis 34 nutzen mehr als 20 Prozent ihr Smartphone, um zu zahlen. Und doch stößt der Verbraucher mancherorts auf Bargeld-only-Zonen, etwa bei der Kneipe um die Ecke oder dem asiatischen Schnellrestaurant.

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