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Fed warnt : Krypto-Währungen könnten Finanzstabilität gefährden

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Die Digitalwährung Bitcoin reißt einen Rekord nach dem anderen. Bild: dpa

Amerikas Notenbank warnt vor den langfristigen Gefahren digitaler Währungen. Auch die Deutsche Bundesbank zeigt auf, warum der Bitcoin keine echte Währung ist.

          Die amerikanische Notenbank Federal Reserve warnt vor den langfristigen Gefahren digitaler Währungen wie Bitcoin. Derzeit dürften diese zwar kein Risiko für die Stabilität des Finanzsystems darstellen, sagte der für die Bankenaufsicht zuständige Fed-Gouverneur Randal Quarles. Sollten sie sich aber großflächig ausbreiten, könnten sie zu ernsthaften Problemen führen.

          Quarles betonte, in schlechten Zeiten könnten solche Währungen massiv unter Druck geraten. Zugleich äußerte er sich zurückhaltend zur Frage, ob Zentralbanken eigene Digitalwährungen ausgeben sollten. Hier sei Vorsicht geboten. Denn es bestehe die Gefahr eines Missbrauchs bei Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Cyberattacken.

          Auch die Deutsche Bundesbank hat ihre Warnungen vor der Digitalwährung Bitcoin erneuert. „Der Bitcoin ist eine spekulative Anlage", sagte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele der  „Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Von einer echten Währung könne man nicht sprechen. Bitcoins würden nämlich nur selten dazu genutzt, Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. „Die Besitzer horten ihre Bitcoins und hoffen auf Wertsteigerungen - das ist eine riskante Spekulation." In einem am gleichen Tag veröffentlichten Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung" warnte er außerdem, dass ein Totalverlust drohe.

          BTC/USD

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          „Geld definiert sich aus der Erfüllung dreier Funktionen", erläuterte er. „Es dient als Zahlungsmittel, als Wertaufbewahrungsmittel und als Recheneinheit. Die Eigenschaften sind nicht unabhängig voneinander." Bitcoin erfülle bislang keine der drei Geldfunktionen im ökonomisch relevanten Maße, weil es nicht über eine Nische hinausreicht und extrem wertinstabil sei.

          Finanzaufseher und Währungshüter weltweit hatten zuletzt immer wieder vor Investitionen in Digitalwährungen gewarnt. Ungeachtet dessen hatte sich in dieser Woche der Höhenflug des Bitcoins bei extrem hohen Schwankungen fortgesetzt. Am Mittwoch war der Kurs zeitweise über die Marke von 11.000 Dollar gesprungen.

          Danach ging es aber wieder bergab. Zuletzt kostet er rund 9500 Dollar - das ist im Vergleich zum Freitag vergangener Woche immer noch ein Plus von rund 15 Prozent. Das Jahresplus summiert sich auf
          rund 900 Prozent. Als jüngste Kurstreiber gelten unter anderem die Erwägungen, renommierter Börsenbetreiber wie der CME oder Nasdaq Finanzprodukte zum Handel von Bitcoins aufzulegen. Auf diese Weise wäre es für viele Anleger und Investoren einfacher, mit Bitcoins zu handeln.

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