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Digitalwährung Libra : Finger weg von Facebooks Währung!

  • -Aktualisiert am

Ist es sinnvoll in die Digitalwährung Libra zu investieren? Bild: dpa

Mark Zuckerberg sorgt mit seiner digitalen Währung „Libra“ in der Finanzwelt für Unruhe. Die geplante Digitalwährung ist viel riskanter als Facebook behauptet. Die Nutzer können alles verlieren. Ein Gastbeitrag.

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          Mit der Libra will Facebook eine stabile und international hochliquide Währung schaffen. Hätte diese tatsächlich das Potential, sich gegenüber den etablierten Währungen in einem globalen Währungswettbewerb durchzusetzen, wie er Friedrich August von Hayek vorschwebte? Für den liberalen österreichischen Ökonomen war klar, dass eine private Währung nur erfolgreich sein kann, wenn sie wertstabil ist. Genau hieran kranken bisher die Kryptowährungen, allen voran Bitcoin, der eine exzessive Volatilität aufweist.

          Die Designer der Libra versuchen, den Wert ihrer neuen Währung durch eine Reservehaltung von Bankeinlagen und kurzfristigen Staatsanleihen abzusichern, deren Währungsstruktur sich an einem Korb von etablierten Währungen orientieren soll. Die Absicherung ergibt sich daraus, dass neue Libra überwiegend durch den Ankauf von etablierten Währungen geschaffen werden sollen. Die Libra entspricht damit der Institution eines „Currency Boards“, wie es beispielsweise in Argentinien von 1991 bis 2002 praktiziert wurde. Es handelt sich dabei um eine Zentralbank, bei der die Passiva (Bargeld und Reserven von Geschäftsbanken) im Prinzip durch liquide Fremdwährungsanlagen gedeckt sind.

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