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Nationale Libras : Facebook erwägt angeblich Verzicht auf Libra-Währungskorb

  • Aktualisiert am

David Marcus, der Kopf hinter Facebooks Libra-Projekt Bild: EPA

Der Internetkonzern Facebook macht bei seinem Digitalwährungsprojekt Libra offenbar Konzessionen. Angeblich will er auf einen gemischten Währungskorb zur Unterlegung verzichten.

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          Facebooks mit großem Interesse aufgenommenes Kryptowährungsgroßprojekt Libra scheint zusehends zusammenzuschrumpfen.

          Nachdem zunächst aufgrund des Gegenwind aus Regulierungsbehörden und Notenbanken viele wichtige Partner ihre Mitarbeit zumindest auf Eis legten, könnte der Konzern nun darauf verzichten, Libra - wie  ursprünglich geplant - mit einem  Währungskorb zu unterlegen. Das berichtet das Online-Magazin „Finance FWD“.

          Stattdessen soll die Digitalwährung jeweils nur an eine Währung gekoppelt werden, so dass es eine Reihe unterschiedlicher Libra-Devisen gäbe. Facebook-Vertreter hätten diesen Plan politischen Entscheidern in Brüssel und Berlin vorgestellt, schreibt das Magazin unter Berufung auf „mehrere voneinander unabhängige Quellen“. Ein Sprecher der Libra Association habe den Vorgang aber nicht kommentieren wollen.

          Mit dem Verzicht gehe Facebook nun einen Schritt auf seine Kritiker zu. Aus Berliner Regierungskreisen habe es geheißen, Libra wäre in dieser Form schwierig zu verbieten. David Marcus,Vizepräsident für Messaging-Produkte bei Facebook und Kopf des Libra-Projekts, hatte sich schon auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos konziliant gegeben und von möglichen Verbesserungen gesprochen.

          Der Verzicht auf den Währungskorb schwäche das Projekt, denn Libra sei schließlich als globale Währung vorgestellt worden, sagte der Europaabgeordnete Stefan Berger (CDU) zu Finance FWD. Eine mögliche  Aufspaltung sei im Ergebnis aber allenfalls ein kosmetischer Unterschied.

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